375 Bußgelder pro Tag - Blitzeranhänger füllt Kassen

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Unglaublich, der Enforcement-Trailer spült pro Jahr schätzungsweise rund 5 Mio. Euro in die NRW-Kassen.
Kreis Unna: Kreis Unna | Von St. Reimet   

 

Autofahrer werden sich an ihn gewöhnen müssen, denn der „Enforcement Trailer“ der Polizeibehörde Dortmund (PP) ist überaus erfolgreich. In rund 80 Tagen seines Ersteinsatzes auf Autobahnen blitzte es aus dem unscheinbaren Anhänger mit dunklem Sichtschlitz bereits mehr als 30.000 Mal. Schätzungsweise rund 1,7 Mio. Fahrzeuge wurden gemessen.

Teure Bilder produziert der „Blitzer-Anhänger“ wie am Fließband. Wie die Polizei Dortmund auf unsere Anfrage mitteilte, wird die moderne Anlage, Wert etwa 120.000 Euro, seit dem 17. Oktober 2017 auf den Autobahnen, „vorwiegend in Baustellen zur Geschwindigkeitsüberwachung“ eingesetzt. Was von vielen Autofahrern bezweifelt wird, die korrekte Erfassung der Fahrzeuge auf drei Fahrspuren, ist angeblich für das Geschwindigkeitsmesssystem PoliScan Speed der Fa. Vitronic kein Problem. „Über drei Fahrspuren hinweg wird erfasst und gemessen. Natürlich können Fahrzeuge nicht erfasst werden, die sich in der Sichtlinie vom Messsystem her hinter anderen Fahrzeugen verdecken“, erklärt Polizeihauptkommissar Gunnar Wortmann. Dem Erfolg tue dies keinen Abbruch.
Baustellen-Sicherheit
Der neue Anhänger, der auch im Bereich der Autobahnbaustellen im Kreis Unna eingesetzt wird, sei aber bei den Autofahrern mittlerweile bekannt. Und da der Blitzanhänger vermehrt auch in anderen Bundesländern und ebenfalls in den europäischen Nachbarländern eingesetzt werde, sei mit einer Steigerung der Bekanntheit zu rechnen. Bei Rasern dürfte die Akzeptanz des PoliScan eher gering ausfallen, bei einer täglich vom Autobahnverkehr betroffenen Gruppe ist sie jedoch sehr hoch. Arbeiter, Maschinenführer und sonstiges Personal innerhalb von Baustellen fühlen sich nach Einschätzung der Polizei etwas sicherer. Sie fühlten sich durch permanente Tempoüberschreitungen an ihrem ohnehin gefährlichen Arbeitsplatz, stark beeinträchtigt. Hier sei eine erhöhte Gefahrenlage durch z.B. äußerst verengte Fahrstreifen, an- und abfahrender Baustellenfahrzeuge, sehr hohe Verkehrsdichte, gegeben und daher die Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit dringend geboten. Allerdings seien Reaktionen von Autofahrern bisher nicht bekannt.
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2 Kommentare
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Horst Schwarz aus Castrop-Rauxel | 15.01.2018 | 14:30  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 15.01.2018 | 14:40  
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