Pia Hansen erhält Preis der Heresbach-Stiftung

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Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Bürgermeister Gerhard Fonck, Pia Hansen, Susanne Janßen, Schulleiterin des Jan-Joest-Gymnasium und Werner Heuken, Geschäftsführer der Stiftung

Die Heresbach-Stiftung Kalkar – benannt nach dem Humanisten Konrad Heresbach (1496-1576), der beruflich wie familiär eng mit den niederrheinischen Städten Kalkar und Wesel verbunden war – fördert Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung. Vorrangig werden Stipendien für Studenten vergeben und die Publikation wissenschaftlicher zumeist historisch-landeskundlicher Arbeiten in der eigenen Schriftenreihe unterstützt.

Seit zwei Jahren fördert die Heresbach-Stiftung nun auch regionalgeschichtliche Projekte in einem Schülerwettbewerb. Bürgermeister Gerhard Fonck, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung, überreichte die Urkunde im historischen Rathaus der Stadt Kalkar an Pia Hansen.

Pia Hansen, bereits Studentin in Heidelberg, hat sich als Schülerin der Jahrgangsstufe 12 des Jan-Joest-Gymnasiums Kalkar beim diesjährigen Geschichtswettbewerb der Körber-Stiftung beteiligt und erfolgreich eine Arbeit zum Themenbereich „Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte“ eingereicht. Diese Arbeit hat auch an dem Schülerwettbewerb der Heresbach-Stiftung teilgenommen.
Pia Hansen hat sich mit dem Schicksal ihres Urgroßvaters auseinandergesetzt, der ab 1917 das Amt des Bürgermeisters von Grieth und Wissel ausübte. Er galt als angesehene und respektable Persönlichkeit. Im Zuge eines Nachbarschaftsstreites wurde Hansen durch den damaligen Ortsvorsteher der NSDAP mit unbewiesenen Anschuldigungen und Vorwürfen in Misskredit gebracht. Vorfälle, die durch Aussagen von Nachbarn und Bekannten verfälscht geschildert wurden und angeblicher Amtsmissbrauch führten schließlich zu seiner Amtsenthebung.
1939 starb der ehemalige Bürgermeister, ohne dass die gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen eindeutig geklärt worden waren. Sein Tod führte zu einem dramatischen sozialen Abstieg seiner Familie.

Intensive und erfolgreiche Quellensuche, auch im Kalkarer Stadtarchiv, die Auswertung und Präsentation haben das Kuratorium der Heresbach-Stiftung beeindruckt, so dass es vorgeschlagen hat, diese Arbeit mit einem Höchstpreis von 2000,- Euro zu prämieren. Die Hälfte des Preisgeldes erhält das Gymnasium zur Förderung weiterer Projekte.
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