Kamen Open: Marc Sieber als einziger Deutscher im Halbfinale

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Vertreten am Samstag im Doppel-Finale die deutschen Farben: Der für Blau-Weiss Halle spielende Franke Johannes Härteis (links) und sein bayerischer Partner Hannes Wagner. (Foto: Kamen Open)
 
Der für den Bremerhavener TV spielende topgesetzte 28-jährige Marc Sieber bestätigt seine Setzlistenposition und erreichte das Halbfinale. (Foto: Westfälischer Tennis-Verband (Christoph Volkmer))
Kamen: Kamen | Fünf 10.000-US-Dollar-ITF-Turniere konnte Marc Sieber (Bremerhavener TV) bereits in diesem Jahr gewinnen – und zwar allesamt auf Hartcourt im türkischen Antalya. Das Ergebnis. Der aus Straubing stammende Sieber steht mit seinen 28 Jahren so hoch in der ATP-Weltrangliste wie noch nie: ATP-Ranking 317. Bei den 1. Kamen Open, den mit 10.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Internationalen Westfälischen Tennismeisterschaften der Herren, könnte er seiner Sammlung einen weiteren Titel hinzufügen – diesmal auf Sand.

Noch ist Sieber allerdings zwei Siege davon entfernt, präsentierte sich aber in Kamen bislang sehr souverän und steht ohne Satzverlust im Halbfinale. Genau wie sein dortiger Gegner, der an sechs gesetzte Franzose Antoine Hoang (ATP 580), der im Achtelfinale Philipp Scholz (Tennispark Versmold) ausgeschaltet hatte und am Freitag einen 6:3, 6:4-Erfolg gegen den 20-jährigen Sebastian Prechtel (ATP 1101/TSV 1880 Starnberg) nachlegte. Marc Sieber hatte sich im Viertelfinale mit 6:3, 7:5 gegen den 20-jährigen Franken Johannes Härteis (Blau-Weiss Halle/ATP 708) durchgesetzt. Die nun anstehende Vorschlussrundenpartie Sieber gegen Hoang fand erstmals statt. Auch der Franzose konnte in diesem Jahr schon einen Turniertitel auf der ITF Tour holen, und zwar bei einem 10.000er auf Sand im tunesischen Hammamet. Beide haben sich zuletzt eine 8:2-Bilanz auf Asche aus zehn Matches erspielt, so dass dieses erste Halbfinale (Beginn 11 Uhr) eine sehr ausgeglichene und spannende Partie werden könnte.

Im zweiten Halbfinale am Samstag (2. Juli) standen sich der an fünf gesetzte Pole Marcin Gawron (ATP 564/Gladbacher HTC) und der an zwei gesetzte Belgier Christopher Heyman (ATP 328/Solinger TC) gegenüber. Gawron musste in seinem Viertelfinale gegen den 23-jährigen Deutschen Pascal Meis (ATP 677/TC Wolfsberg Pforzheim) lange kämpfen, bis sein 5:7, 6:4, 7:5-Sieg feststand. Im zweiten Satz hatte Meis bereits mit 3:1 geführt, als der Pole das Blatt noch einmal drehen konnte. Es war das erste Mal überhaupt, dass es Gawron gelang, nach einem Satzrückstand noch das Match zu gewinnen. Ein Schlüssel für seinen Erfolg gegen Meis war sicher die hervorragende Chancenverwertung: Von sieben möglichen Breaks schaffte er sechs.

Gegen die Nummer zwei der Setzliste, Christopher Heyman, dürfte dies wahrscheinlich schwieriger werden. Der Belgier präsentiert sich mit bisher drei Titelgewinne auf der ITF Tour in bester Verfassung und hat mit ATP-Ranglistenplatz 328 seinem bis dato bestes Karriereranking. In Kamen allerdings musste er bisher in zwei Matches über die volle Distanz gehen, darunter in seinem Auftaktmatch gegen den aktuellen Westfalenmeister Marvin Netuschil (ATP 621/Tennispark Versmold), einem der besten Matches des gesamten Turnierverlaufs bisher.

In der Runde der letzten Acht benötigte der 22-jährige Belgier beim 7:6(3), 6:3 gegen den 25-jährigen Jonas Lütjen (ATP 620/TTK Sachsenwald) zwar nur zwei Sätze, stand aber dafür fast zwei Stunden auf dem Platz. Gawron dagegen konnte seine ersten beiden Runden klar in zwei Sätzen für sich entscheiden. Für das erste Aufeinandertreffen könnte die bisherige Spieldauer der beiden ein Schlüssel sein, allerdings hat Christopher Heyman bisher bewiesen, wie gut er sich in brenzligen Situationen aus der Affäre ziehen kann und dass ihm so schnell nicht die Kondition ausgeht. Zudem konnte sich der an zwei Gesetzte in den entscheidenden Situationen bislang immer auf sein Service verlassen, hatte gegen Jonas Lütjen im gesamten Spielverlauf nur zwei Breakbälle gegen sich, die er erfolgreich abwehren konnte.

Doppelfinale: Topgesetztes Duo Mousley/Puodziunas gegen die Deutschen Härteis/Wagner

Im Einzel-Halbfinale sind die gesetzten Spieler unter sich, genauso wie im Doppel-Endspiel am Samstag (2. Juli), wo sich die beiden topgesetzten Teams gegenüberstanden: Die Australier Bradley Mousley und Scott Puodziunas trafen auf die an zwei gesetzte deutsche Paarung Johannes Härteis (TC Blau-Weiss Halle) und Hannes Wagner (TC Ismaning), die am Freitag(1. Juli) den Finaleinzug perfekt machten. Sie schlugen die an vier gesetzten Ungarn Gabor Borsos und Adam Kellner mit 7:6(3), 2:6, 12:10. Halles Neuzugang Johannes Härteis war der einzige Spieler, der am Freitag (1. Juli) in beiden Konkurrenzen noch im Rennen war. Nachdem er sich gegen Marc Sieber in zwei Sätzen geschlagen geben musste, hängte er sich im Doppel noch einmal drei Sätze lang richtig rein. Mit Erfolg. Am Ende gewannen sie den Matchtiebreak und der Lohn ihrer Mühen war der Finaleinzug.

Beide Einzel-Halbfinals sowie Doppel-Endspiel Samstag (2. Juli)

Den Anfang machten am Samstag (2. Juli) zunächst die beiden Einzel-Halbfinals. Das Erste von Marc Sieber gegen Antoine Hoang war für 11 Uhr terminiert und im Anschluss daran gingen Marcin Gawron und Christopher Heymann mit der zweiten Vorschlussrundenpartie auf den Court. Nicht vor 14.30 Uhr war das Doppel-Endspiel angesetzt und im Anschluss daran erfolgte die Siegerehrung. Der Finalsonntag startete um 10 Uhr mit einem Westfälischen Frühstück, bevor um 11.00 Uhr das Einzel-Endspiel der 1. Kamen Open begann. Auch kam hier danach die Siegerehrung.
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