Die Briten kommen!

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Es darf salutiert werden: Einige Briten reisten eigens aus ihrer Heimat an, um die "Familie" in Menden zu treffen.

Während es die Deutschen derzeit nach England verschlägt, drehen die Briten einfach den Spieß um. Seit Freitag wird in Menden gefeiert.

„Briten in Menden günstig kaufen“ schlägt die Suchmaschine vor, wenn man wissen möchte, was die Inselbewohner in die Hönnestadt verschlägt.
Linda Watson von der britischen Kneipe „Am Turm“ kennt sich da schon besser aus. „Seit Freitag treffen sich die Ex-Soldaten des 50. Regiments Platte Heide wieder in Menden“, verrät sie.

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Das kommt nur alle fünf Jahre einmal vor. In diesem Jahr ist es das 25. Mal und damit schon etwas Besonderes, findet auch Maggie Stapper. Sie hat 16 Jahre lang in England gelebt, bevor sie wieder nach Menden gezogen ist.
Lange Zeit war sie mit einem Engländer, der in Platte Heide als Soldat stationiert war, verheiratet. Als dieser schließlich zurück auf die Insel ging und dort von Kaserne zu Kaserne versetzt wurde, war sie immer an seiner Seite. „So lernt man natürlich auch viele Menschen kennen“, lacht sie.

Enormer Zusammenhalt

Für die Ex-Soldaten und ihre Angehörigen ist die Armee wie eine zweite Familie. „Der Zusammenhalt ist enorm“, erklärt Stapper, „so etwas gibt es in Deutschland leider gar nicht.“ So seien die Mitglieder kürzlich so entzürnt gewesen, dass einer von ihnen überfallen worden sei, dass man die Angreifer am liebsten gleich selbst dingfest gemacht hätte. Doch wie kam es eigentlich zu dieser engen Verknüpfung?
„Angefangen hat alles 1992, als die Northumberland Barracks geschlossen wurden. Beim ersten Treffen waren es nur fünf, sechs Leute, die sich beteiligten“, blickt Maggie Stapper zurück. Mit Hilfe des Internets und des „50 Missile Clubs“ wurden es stetig mehr.
In der Schützenhalle in Bösperde trafen sich gestern Abend mehr als 270 Personen. Ungefähr 30 von ihnen wohnen noch in der näheren Umgebung. In Balve oder auch in Unna, andere hat es in ihr Heimatland, nach Kanada oder in die USA verschlagen.
In die Hönnestadt kommen sie alle gerne. „Menden ist schließlich unser Zuhause“, stellt Mit-Organisator Tony Todd klar.
Kein Wunder, dass man sich an diesem besonderen Abend viel zu erzählen hatte.
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