Kritik an der "Hygiene-Ampel"

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In der Schokoladenmanufaktur in Menden erlaubt ein Sichtfenster ausführliche Blicke auf die Produktion. Foto: privat

Menden/Wickede. Vor dem Hintergrund der am heutigen Mittwoch (15. Februar) im Landtag anstehenden Beratung der "Hygiene-Ampel" hat der Erwitter FDP-Landtagsabgeordnete Christof Rasche, Parlamentarischer Geschäftsführer der liberalen Landtagsfraktion, gemeinsam mit den FDP-Landtagskandidaten Stefan Weige aus Menden und Ingo Schremmer aus Bad Sassendorf sowie weiteren Parteikollegen aus der Region die Westfalenbäckerei Niehaves besucht.

Die Runde traf sich mit den beiden Geschäftsführern Hermann und Martin Niehaves in der neuen Schokoladenmanufaktur-Sauerland in Menden.
Auch Niehaves mit seinem Hauptproduktions-standort in Wickede und den vielen Filialen in der Umgebung wird von den neuen Regelungen betroffen sein.
Nach den Planungen der rot-grünen Landesregierung sollen mit der "Hygiene-Ampel" die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung insbesondere in Gastronomie und Lebensmittelhandwerk veröffentlicht werden. Die FDP lehnt die Hygiene-Ampel konsequent ab. Die Kennzeichnung der Betriebe durch eine Ampel führe die Verbraucher in die Irre.
Rasche und seine FDP-Parteifreunde machten in dem Gespräch deutlich: „Verbraucher verlangen von Lebensmittelhandwerk und Gastronomie zu Recht, dass Hygienevorschriften eingehalten werden. Nicht nur für das Unternehmen Niehaves ist das eine Selbstverständlichkeit. Dazu bedarf es aber nicht einer „Hygiene-Ampel“, die die gesamte Branche an den Pranger und unter Generalverdacht stellt. Umwelt- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) legt damit wieder einmal den Mantel des Misstrauens über einen wichtigen Wirtschaftszweig!“
Auch die Brüder Niehaves schlossen sich der Kritik an: „Die Hygiene-Ampel sorgt nur für Schein-Transparenz, führt Verbraucher in die Irre und weitet die bürokratische Belastung der kleinen und mittleren Betriebe aus. Die Einstufung ‚grün‘, ‚gelb‘ oder ‚rot‘ verrät dem Verbraucher weder, welche Gesichtspunkte bei der Beurteilung eine Rolle gespielt haben, noch kann er sich auf das amtliche Werturteil verlassen und so auf die hygienischen Zustände in dem betreffenden Betrieb schließen.“
Wie man in der Schokoladenmanufaktur-Sauerland gut erkennen kann setzen die Niehaves Brüder auf echte Transparenz. „Nicht ohne Grund haben wir hier dem Kunden über ein Sichtfenster das Zusehen bei der Herstellung unserer Leckereien ermöglicht“, betont auch der leitende Konditormeister Christian Hömberg.

(Textinfos und Fotos stellte uns die Firma Niehaves zur Verfügung)
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