Den Menschen wieder Hoffnung geben: Umwelt-Werkstatt der Diakonie feierte 30. Geburtstag

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Die Umwelt-Werkstatt der Diakonie in Recklinghausen, Anlaufstelle für langzeitarbeitslose Männer und Frauen, feiert in diesem Frühjahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit 1984 werden hier Bürger für die Arbeitswelt durch verschiedene Arbeitsmarktprogramme wieder fit gemacht.

Landrat Cay Süberkrüb lobt die wichtige Arbeit der Umwelt-Werkstatt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Umwelt-Werkstatt ermöglichen Menschen den oft schwierigen Wiedereinstieg in einen geregelten Arbeitsalltag. Ich danke Ihnen allen herzlich für Ihren Einsatz“, sagte der Landrat, und weiter: „Menschen sollen ihr Leben selbst gestalten können.

Deswegen ist der Vestische Appell ein wichtiges Zeichen für unsere Region. Der geforderte ‚soziale’ Arbeitsmarkt könnte den Menschen eine sinnstiftende und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bieten.“

Zurzeit sind 162 Menschen in der Umwelt-Werkstatt beschäftigt. Tatkräftig sammeln sie Sachspenden wie Möbel, Kleidung und Haushaltsgegenstände ein, sortieren sie und arbeiten sie auf. Danach steht der Verkauf der Sachspenden im Diakonie-Kaufhaus auf dem Plan, wo Menschen mit geringem Einkommen gebrauchte Güter erwerben können. Darüber hinaus werden verschiedene Projekte angeboten, die zur Verbesserung der Vermittlungschancen von Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt beitragen.
Laut Diakonie hat sich über die 30 Jahre besonders die gute Zusammenarbeit zwischen dem Jobcenter Kreis Recklinghausen, der Stadt Recklinghausen und der Umwelt-Werkstatt bewährt.

Pfarrer Horst Bögeholz, Mitglied des Vorstands des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen, begrüßte neben dem Landrat auch die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises, Katrin Göckenjan, den Leiter des Jobcenters Kreis Recklinghausen, Jürgen Ritzka, und den Beigeordnete der Stadt Recklinghausen, Georg Möllers.

Mit dem Vestischen Appell setzen sich der evangelische Kirchenkreis, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Katholische Kirche im Kreis Recklinghausen dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger ohne Perspektive am ersten Arbeitsmarkt in Würde am sozialen und kulturellen Leben in ihrer Region teilhaben können.

Die Unterzeichner richten ihren Appell an die Bundes- und Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, einen sozial ausgerichteten Arbeitsmarkt für dauerhaft nicht vermittelbare, aber erwerbsfähige Menschen aufzubauen. Eingesparte Bundesmittel für Arbeitslosengeld II und andere kommunale Kosten könnten für die Finanzierung eines sozialen Arbeitsmarktes eingebracht werden, heißt es im Vestischen Appell. 
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