Menschen mit Ideen: Vestischer Preis für bürgerschaftliches Engagement im Kreis Recklinghausen verliehen

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Bei der Verleihung des „Vestischen Preises für Menschen mit Ideen“ standen in diesem Jahr Gruppen im Mittelpunkt, die sich im Bereich „Bürgerschaftliches Engagement im Orts- und Stadtteil“ besonders einsetzen.

Während der feierlichen Veranstaltung im Jüdischen Museum in Dorsten betonte Landrat Cay Süberkrüb, dass im Kreis Recklinghausen nicht lange nach ehrwürdigen Ehrenamtlern gesucht werden muss - eher im Gegenteil.

„Eine wirklich bunte Vielfalt von Initiativen und Ideen sind im Kreis Recklinghausen zu finden. Das zeigt mir, dass Verantwortungsbereitschaft und Solidarität auch in Zukunft Grundprinzipien unseres Gemeinwesens im Kreis Recklinghausen bleiben“, sagte Cay Süberkrüb, der an diesem Abend drei Gruppen auszeichnete. „Allen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, die sich für ihren Ortsteil eingebracht und Verantwortung übernommen haben, danke ich ganz herzlich. Machen Sie weiter so!“

Den Verein „Volksbad Marl“ ehrte der Landrat für sein dauerhaftes, bürgerschaftliches Engagement im Orts-und Stadtteil. Dieser Verein ist vor 23 Jahren gegründet worden. Ziel war es, die Schließung des beliebten Schwimmbads zu verhindern. Bis heute kümmern sich die Vereinsmitglieder um den Erhalt des Volksbads Marl. Cay Süberkrüb lobte die Arbeit des Vereins: „Mit Ihrer Hilfe ist das Volksbad zum Kommunikationszentrum im Stadtteil geworden. Bis es aber so weit war, hatten Sie ganz viel harte Arbeit zu leisten. Für Ihr Engagement danke ich Ihnen sehr.“

Für kreative Ideen wurden die Initiatoren des „Projekts Senfkorn“ mit dem Vestischen Preis ausgezeichnet. Aus einer Firmgruppe in Waltrop heraus entwickelte sich die Idee, gemeinsame Treffen zu organisieren zwischen deutschen Jugendlichen und Asylbewerbern und Flüchtlingen, die in Waltrop untergebracht sind. Auf unkomplizierte Weise können die Jugendlichen miteinander Zeit verbringen – beim Spielen, Kochen, Feiern oder Gesprächen.                   

Die ausländischen, jungen Erwachsenen lernen so ganz nebenbei Deutschland kennen und bringen ihre eigene Kultur und Geschichten den deutschen Jugendlichen näher. „Ihnen ist es mit Ihren weitreichenden Integrationsbemühungen gelungen, Zusammengehörigkeit und Zugehörigkeit unter jungen Menschen zu vermitteln. Dieses Projekt, hervorgegangen aus einer sozialen Idee, ist gerade in diesen Wochen ein wunderbares Vorbild“, betonte Landrat Cay Süberkrüb bei der Auszeichnung der Ehrenamtlichen.

Die Eltern-, Kind- und Jugendinitiative e.V. aus Gladbeck erhielt den Vestischen Preis in der Kategorie „Nachhaltige Wirkung“. Dieser Verein kümmert sich im interkulturellen Dialog zwischen Muslimen und Christen und um Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die bei der Bewältigung persönlicher Schwierigkeiten Beratung oder Beistand benötigen.

Projekte  wie „Prävention und Gesundheit geht uns alle an“, „Lebensentwürfe“ oder „Theaterwerkstatt Groß und Klein“ gehören zum Portfolio des Vereins. Den interreligiösen Dialog förderten die Vereinsmitglieder beispielsweise bei einem gemeinsamen Ausflug von muslimischen, katholischen und evangelischen Frauen zum Dom und zur Zentralmoschee in Köln. „Der interreligiöse Dialog ist nicht nur möglich, sondern absolut notwendig, weil auch lokale Kulturdialoge oft auf interreligiöse Dialoge hinauslaufen. Sie, die Mitglieder des Vereins haben die Chance genutzt, sich für eine Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Stadtteil zu engagieren. Dafür danke ich Ihnen sehr“, sagte der Landrat.

Cay Süberkrüb sprach außerdem den Jury-Mitgliedern des Vestischen Preises seinen Dank aus. Sie haben sich mit viel Zeit und Arbeit bei der Gewinnerauswahl eingebracht.
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