Rathaus wird modernisiert: Ab Herbst 2016 beginnen die Bauarbeiten an dem historischen Gebäude

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Das historische Rathaus der Stadt Recklinghausen. (Foto: Archiv Krusebild)

Das im Jahre 1908 erbaute Rathaus wird ab Herbst 2016 umfassend modernisiert. Etwa 80 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel von Bund und Land finanziert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2018.

Bis Ende August 2016 wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude freigezogen, im September erfolgen erforderliche Demontagearbeiten, damit die Modernisierungsarbeiten ab Oktober beginnen können. „Diese Termine stehen unter dem Vorbehalt der zu erwartenden Bewilligung der Fördermittel“, sagt Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald. „Das städtische Personal und die Fraktionsbüros müssen in dieser Zeit Ausweichquartiere nutzen, die Veranstaltungen, die im Rathaus stattfinden, werden in andere Räumlichkeiten verlegt. Durch das komplette Leerziehen des Rathauses wird die Bauzeit auf ein Minimum begrenzt.“
Die energetische Modernisierung des 108 Jahre alten Gebäudes ist auf insgesamt circa 6,2 Millionen Euro kalkuliert. „Ziel ist die Verbesserung der Energieeffizienz und die Substanzerhaltung sowie eine sogenannte Steigerung der Funktionalität, zum Beispiel durch eine weitreichende Barrierefreiheit“, erläutert Grunwald. Neben der denkmalgerechten Rekonstruktion und Aufarbeitung der gesamten Fenster zählt zur energetischen Modernisierung auch die weitgehende Erneuerung der technischen Infrastruktur des Gebäudes, die größtenteils noch im Original aus dem Jahr 1908 stammt. Dazu gehören beispielsweise die Frisch- und Abwasserleitungen, die Wärmeverteilung von der Fernwärmeübergabe bis zum Heizkörper, das elektrische Leitungssystem und die Dämmung der Geschossdecke zu den unbeheizten Dachgeschoss-Bereichen hin. Außerdem wird künftig der Aufzug bis in die dritte Etage führen. Dort werden auch durch Umbauten neue Räumlichkeiten geschaffen.

Ausweichquartiere sind in Planung


Die Stadt Recklinghausen hat bereits die Bewilligung über 636.000 Euro an Fördergeldern von der Bezirksregierung Münster – Programm Stadterneuerung – für die Vorplanung erhalten. In einem zweiten Schritt sind für 2016 weitere 4,4 Millionen Euro beantragt. Außerdem liegt bereits der Bewilligungsbescheid über die Fördergelder in Höhe von 210.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes vor. Diese Förderung dient der denkmalgerechten Fenstererneuerung. Insgesamt wird die Fenstererneuerung 995.000 Euro kosten.
„Derzeit laufen die Planungen und Vorbereitungen für die Rathaus-Modernisierung und dafür haben wir extra eine Arbeitsgruppe eingerichtet“, sagt Grunwald. Dazu gehören auch die Überlegungen, welche Ausweichquartiere die circa 90 städtischen Mitarbeiter sowie die Fraktionsbüros in dieser Zeit nutzen werden.
„Für die politischen Ausschüsse einschließlich der Ratssitzungen suchen wir feste Tagungsorte. Besonders bedacht werden müssen Ersatzräume für die Trauungen, die das Standesamt durchführt. Insgesamt sind wir mit der Planung auf einem guten Weg.“
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