Startschuss für die Bauarbeiten am Platz an der Johannes-Janssen-Straße

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Die Arbeiten zur Umgestaltung des Platzes an der Johannes-Janssen-Straße haben begonnen. Vertreter der Stadtverwaltung gaben am letzten Mittwoch den Startschuss für die Bauarbeiten.

Bis voraussichtlich Herbst 2015 werden die Arbeiten dauern. Es wird ein Platz mit Sitzgelegenheiten, einer einheitlichen Pflasterung und Fahrradständern vor der Kirche St. Peter entstehen. Auch die archäologischen Fundstücke werden auf dem Platz sichtbar sein: Sie werden als Intarsien mosaikartig und ebenmäßig in den Boden eingearbeitet. „Der neue Platz wird attraktiv und vielfältig nutzbar sein und die Altstadt noch weiter aufwerten“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Dabei wird der Platz auch der Bedeutung als Vorplatz für das Ikonen-Museum und der Propstei-Kirche St. Peter gerecht.

Wir haben ein gutes und überzeugendes Konzept und ich bin mir sicher, dass der Platz eine gemütliche und schöne Anlaufstelle in der ‚guten Stube‘ für unsere Bürger und unsere Besucher wird.“ Ein Wettbewerb zur Gestaltung wurde 2013 ausgeschrieben. Gewonnen hatte das Landschaftsarchitektenbüro „Gartenlabor Bruns“ aus Hamburg. Der Entwurf sieht beispielsweise eine Treppe vor, mit der der Platz dezent mit der Fläche vor der Kirche verbunden wird. Dafür wird auch der Platz tiefer gelegt. Es wird eine Sitzbank entlang der Süd-Fassade des Ikonenmuseums und weitere Sitzgelegenheiten geben, genug Flächen für Aktivitäten und Veranstaltungen, und Impulse für die zukünftige Nutzung der Platzränder durch Cafés und Läden.

Einige Punkte hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diskutiert und Änderungswünsche vorgebracht: Beispielsweise die Lage der Fahrradständer, die genauen Details für die Einarbeitung der archäologischen Fundstücke, die Gestaltung der Sitzgelegenheiten und die Standorte der Bäume. Sechs Winterlinden sollen einerseits die Sonne im Frühling durchlassen können und andererseits Schatten im Sommer spenden. Diese Änderungswünsche wurden abgestimmt und in das Konzept eingefügt. „Die archäologischen Fundstücke werden als Intarsien zu einem selbstverständlichen Teil des Platzes und zugleich zu einem sichtbaren Teil der Stadthistorie“, sagt Dietmar Schwetlick, Technischer Beigeordneter. „Hinzu kam die Idee, einen von den Archäologen freigelegten Brunnen bei der Neugestaltung des Platzes höher zu ziehen und dreidimensional sichtbar zu machen.“

Während der Bauarbeiten wird es einen abgesicherten, gut sichtbaren Weg über den Platz als Verbindung zwischen Altstadtmarkt und Krim geben, um die hohe Frequenz zwischen diesen beiden Quartieren aufrechtzuerhalten. Sollte zwischendurch eine Überquerung des Platzes aufgrund fortschreitender Arbeiten kurzzeitig nicht möglich sein, wird es gute alternative Verbindungen für Fußgänger geben, zum Beispiel vom Holzmarkt bis zur südlichen Münsterstraße. Der Bau des Museums für die Kunstsammlung der polnischen Avantgarde und Moderne an der Johannes-Janssen-Straße läuft derzeit. Die Bauzeitenpläne sind daher eng aufeinander abgestimmt, sodass beide Bauvorhaben parallel realisiert werden. „Wir sind mit den Händlern der Krim in engem Kontakt“, sagt Stadtmarketing-Leiter Georg Gabriel. „Der Platz hat eine zentrale Scharnierfunktion zwischen Holzmarkt und Münsterstraße und wird auch weiterhin für die Händler von großer Bedeutung sein. Künftig wird der Platz unsere ‚gute Stube‘ weiter aufwerten und im Quartier ‚Krim‘ zum Verweilen einladen.“

Die Platzfläche ist eingebunden in die historischen Strukturen der Altstadt und liegt im stadtgeschichtlich ältesten Teil der Stadt. Begrenzt durch das Ikonen-Museum im Norden, die Kirche St. Peter im Osten und eine Wohn- und Geschäftsnutzung im Süd-Westen ergibt sich eine dreieckige Platzfläche. Die circa 1.500 Quadratmeter große Fläche diente die vergangenen Jahrzehnte als Parkplatz.

Hintergrund:
Von Juni bis November 2013 haben Archäologen Ausgrabungen am Platz an der Johannes-Janssen-Straße durchgeführt und viele Befunde aus dem Hoch- und Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zutage befördert. Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert.
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