Abfahrt Kreishaus: Azubis auf Kennenlern-Tour an Ennepe und Ruhr

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Gruppenbild mit Landrat und Bürgermeisterin hieß es auf den Treppen des Wittener Rathauses. (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)
 
Ralf Hedderich informierte die Auszubildenden über die Glörtalsperre. (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)

Pünktlich um halb zehn startet der Reisebus in Schwelm seine Tour durch den Ennepe-Ruhr-Kreis. An Bord sitzen neben Landrat Olaf Schade 52 neue Auszubildende aus Kreis- und Stadtverwaltungen.

„Egal, wo im Kreis Sie ins Berufsleben starten, Ihre Arbeitsumgebung für die nächsten Jahre will ich Ihnen heute mal etwas genauer vorstellen“, begrüßt Landrat Schade die Nachwuchskräfte durch das kratzige Mikrofon des Busses.
Los geht es Richtung Ennepetal, vorbei an der Kluterthöhle, an Haus Ennepetal und der Firma Dorma Kaba. Die künftigen Verwaltungsfachangestellten, Fachinformatiker und Vermessungstechniker blicken aus dem Fenster und folgen Schades Erläuterungen. „Der Fuchs ist das Wahrzeichen der Stadt“, erklärt Schade, während sich in den hinteren Reihen erste Kennenlerngespräche ergeben.

Glörtalsperre als beliebtes Fotomotiv

„Es ist spannend, die Azubis aus den anderen Städten und dem Kreis kennenzulernen“, findet Anina Spey, die aus Halver kommt und daher viele Ecken im Kreis heute zum ersten Mal sehen wird. Gespannt lauscht sie den Worten ihres Chefs André Dahlhaus. Der Breckerfelder Bürgermeister ist auf dem Weg zur Glörtalsperre zugestiegen und hat die Reiseleitung übernommen.
An der Talsperre angekommen, führt Wassermeister Ralf Hedderich die Truppe über die imposante Staumauer. Sofort werden die Handys gezückt und das ein oder andere Selfie geschossen. Hedderich war bei der Sanierung der Staumauer dabei. „Ihr könnt euch nicht vorstellen, was wir alles gefunden haben, als das Wasser abgelassen war“, erinnert er sich. „Einen kompletten VW-Käfer, fast 20 Motorrad-Rahmen und 12,5 Tonnen Fisch vom Zander bis zum Karpfen“.
Mit vielen festgehaltenen Eindrücken und Informationen auf Speicherkarte und im Kopf geht es weiter Richtung Wetter/Ruhr. Die Evangelische Stiftung Volmarstein ist dem Landrat ebenso einige Worte wert wie die aus den bewaldeten Hügeln aufragende gleichnamige Burgruine. „Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist die burgenreichste Region des Ruhrgebiets“, hebt Schade hervor.
Kilometer später überquert der Bus die Ruhr und bahnt sich durch die Herdecker Innenstadt seinen Weg zum Koepchenwerk, wo der Zwischenstopp von vielen dankend auch für eine Zigarettenpause genutzt wird. Anschließend heißt das nächste Ziel Witten. Im Rathaus begrüßt Bürgermeisterin Sonja Leidemann die Reisegruppe. Gemeinsam steigen alle auf den Turm des historischen Gebäudes, zücken die Handys und schießen die nächsten Erinnerungsbilder.

Muttental und Zeche Nachtigall durften nicht fehlen

Nachdem auch die Nachzügler den Weg  zurück zum Bus gefunden haben, geht die Reise weiter Richtung Muttental. „Hier kann man so richtig vor Kohle kommen“, empfiehlt Schade einen Besuch des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall. „Egal, ob die Grundlage für die Industrialisierung des Ruhrgebiets vor Jahrhunderten nun in Witten oder Sprockhövel gelegt wurde, Fakt ist: Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurde bereits im Mittelalter Kohle gefunden und abgebaut. Kein Wunder, schließlich reichten die Flöze bis an die Erdoberfläche“, erklärt Schade.
Um Kohle, Stahl und Industrie geht es auch, als die Hattinger Henrichshütte und der Malakowturm der Zeche „Alte Haase“ in Sprockhövel passiert werden. Der Bus erreicht den letzten Zwischenstopp. In Gevelsberg-Silschede öffnen sich die Türen an der Kreisfeuerwehrzentrale und am Brandschutzübungshaus. Wenig später kommentiert Damian Schrage von der Stadt Hattingen das, was er sieht, mit den Worten: „Wahnsinn, wie irre war das denn?“ In sicherer Entfernung hatte Rüdiger Kaiser eine Fettexplosion simuliert und damit für abschließende bleibende Eindrücke gesorgt.
Sieben Stunden und rund 140 Kilometer nach der Abfahrt kehrt die Reisegruppe zum Ausgangspunkt Kreishaus zurück. „Ich hoffe, Sie haben sich nicht nur untereinander ein bisschen besser kennengelernt, sondern auch den Kreis“, verabschiedet Schade die Gruppe. Stellvertretend für viele zieht Tamara Busch aus der Wittener Stadtverwaltung ihr Fazit: „Jetzt bin ich zwar müde, aber der Ennepe-Ruhr-Kreis ist einfach schön und es gibt tatsächlich jede Menge zu entdecken“.
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