Schwerte erhält Plakette: Vorlesestadt 2016

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Bürgermeister Heinrich Böckelühr (3. v. rechts) und Organisatorin Judith Bäcker (4. v. links) freuten sich über die Plakette, die Vertreter der Initiatoren des Wettbewerbs überreichten. (Foto: Stadt Schwerte)
Als die Nachricht in Schwerte ankam, die Stadt erhalte die Auszeichnung „Vorlesestadt 2016“, war die Freude schon im Vorfeld groß. Am 30. Januar (Montag) schließlich, vergab die Stiftung Lesen den begeisterten Akteuren, besonders den Kindern, den Preis auch offiziell. Gäste aus Politik und Verwaltung waren mit dabei, in der mit Elementen des Vorlesetages geschmückten Rohrmeisterei.

Die Kategorie, in der Schwerte die Auszeichnung erhielt, heißt „außergewöhnlich“. So wurde die Schwerter Fußgängerzone am 18. November, dem bundesweiten Vorlesetag, in eine „Vorleselandschaft“ verwandelt, in der vielfältige Vorleseaktionen begeisterten. Kinder in die Organisation und Ausführung der Vorleseaktionen einzubeziehen und sie als Vorleser in umgekehrte Rollen schlüpfen zu lassen, überzeugte die Jury.

„Wir sind schon richtig stolz“, sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. „Mein besonderer Dank geht an die vielen beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Judith Bäcker vom Jugendamt unserer Stadt, die diese Aktion mit ihrem Engagement erst ermöglicht hat. Es ist euer Preis.“ Der Bürgermeister versprach, dass die verliehene Plakette einen für viele gut sichtbaren Platz in der Stadt erhalte. Zudem kündigte er die Teilnahme der Ruhrstadt auch für 2017 an. Daniel Schnock von der Stiftung Lesen hob hervor, dass die Schülerinnen und Schüler Schwertes den Spaß des Vorlesens gezeigt hätten. Lobende Worte fanden die Schwerterinnen und Schwerter auch von Rednerinnen der Wochenzeitung „Zeit“, der Stiftung Deutsche Bahn und des Städte- und Gemeindebundes.

„Durch die Idee, den Vorlesetag in die Innenstadt zu verlegen, brachten wir auch viele Passanten mit dem Thema in Berührung. Zentraler Punkt war ein Vorlesesessel, der die Gemütlichkeit des Vorlesens zum Ausdruck brachte“, erklärte Judith Bäcker, die den Tag organisiert hatte. „Vorlesen schafft Beziehungen und verbindet, denn Vorleserinnen und Vorleser erleben mit den Zuhörerinnen und Zuhörern Geschichten gemeinsam.“ Der besondere Dank von Judith Bäcker ging an die Kinder, die sich auch riesig über den Preis freuten. „Alle beteiligten Schulen haben mit ihrer liebevollen Vorbereitung diesen Tag so besonders gemacht.“

Zudem taten die Kinder auch noch etwas für den guten Zweck. Die Kinder der Albert-Schweitzer-Schule sammelten mit ihrem Bücherflohmarkt 500 Euro für die Möwenweg-Stiftung der bekannten Kinderbuch-Autorin Kirsten Boie. Kirsten Boie konnte das Geld am Montag nicht persönlich entgegennehmen, da sie verreist ist.

In Schwerte wurde der bundesweite Vorlesetag vom Bereich Jugend und Familie der Stadt Schwerte mit vielen lokalen Partnern organisiert. Hauptsächlich waren es jedoch Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen, die sich an der Planung sowie als Vorleser beteiligten. „Wir bedanken uns besonders bei der 6. Klasse des Friedrich-Bährens-Gymnasiums, dem Literaturkurs des Ruhrtal-Gymnasiums und der 4. Klasse der Albert-Schweitzer-Schule, die mit ihrem Engagement den für uns so schönen Erfolg erst ermöglich haben“, freute sich Judith Bäcker . „Es war schön, wie die Kinder und Jugendlichen diesen Tag gestaltet haben – ein toller Tag, eine tolle Auszeichnung.“
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