Der Hölzerlips-Räuber im Visier der Polizei Teil 1

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Heidelberg: Zentrum | Der Kinogänger wird wohl den Räuber als Abenteurer für die Freiheit sehen und der normale Bürger, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kommt, denkt wehmütig an Diebe, weil diese Schwarzfahren und er von seinem Gehalt noch die Verkehrsbetriebe oder die Benzinindustrie ernähren muss und der Amtmann Ludwig Aloys Pfister, 1770, schrieb aufgrund seiner Erfahrungen als Jurist mehrere Bücher über Verbrecher. Er wurde gelobt, weil er Kriminalfälle spannend darstellen konnte und bekannt wurde er in Deutschland durch die Schilderung des Hemsbacher Raubmordes. Kritiker sind begeistert, wenn er die psychologischen Tricks der Mörder und Diebe darstellt.

Pfister galt als besonders geschickt, weil er Verbrechern Geständnisse entlocken konnte und sich damit beschäftigte, warum Menschen auf die schiefe Bahn gerieten. So macht er sich Gedanken, was passiert wäre, wenn man den Hölzerlips nicht aufgegriffen hätte, nur weil er ohne Papiere unterwegs war und hausierte. Für Pfister galten für Jahrmarktbeschicker keine Gesetze und so sollten sie seiner Meinung nach immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein. So wollen wir nun das Verhör verfolgen zwischen der Obrigkeit und einem Raubmörder, der auf der Bergstraße, sie führt von Heidelberg nach Darmstadt, Reisende überfallen hatte. Die Räuberbande saß also nun im Gefängnis und wurde verhört.

Der Hölzerlips verweigerte als Einziger der Gefangenen das Geständnis. Und nun werfen wir die Frage auf, warum die Justiz ein Geständnis brauchte, denn immer schon wurden Verbrecher bestraft, auch wenn sie alles abstritten. Wenn wir nun den Bericht vom Gesetzesvertreter Pfister lesen, finden wir keinen Hinweis darauf, auch nicht, warum der Hölzerlips schwieg, obwohl alle Genossen ausgepackt hatten. Folgen wir also den Fakten und folgern wir daraus, was wirklich passiert ist. Und was so spannend daran ist, dass ein Gesetzeshüter es in seinem Buch verschwiegen hat. Obwohl er doch der Gute ist. So erfahren wir, dass zwei Tage nachdem der vorletzte Täter ausgepackt hat, der Hölzerlips zugab, dass er an dem Raubmord beteiligt war. Hölzerlips wird beschrieben, dass er als Kind mit seinem Vater auf Tour war, bis er sich eine Frau suchte und fand.
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