Kunstsommer 2015 kommt mit Leuchtturmprojekt auf dem Neumarkt

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Larissa Vogdt, Norbert Runde, Karin Hahn (Verkehrsverein), Ulrike Stratmann (Kulturbüro), Carinna Räbber, Katrin Ueberholz (Kulturbüro) und Peter Günneweg mit dem Modell für den Neumarkt. Foto: Albrecht
  Arnsberg: Arnsberg |

Arnsberg. Immer wieder Kunstsommer, aber immer wieder neu: Vom 31. Juli bis zum 9. August findet der 19. Arnsberger Kunstsommer unter dem Motto „Platz nehmen - Raum greifen“ statt. Höhepunkt ist eine Installation zweier Studentinnen auf dem Neumarkt im Zentrum.

Sie nimmt (sich) Platz, sie (er-)greift Raum: „Hülle und Kern“ nennt sich das Projekt von Carina Räbber und Larissa Vogdt, das zum Kunstsommer 2015 einen großen Teil des Neumarktes bedeckten wird. Ihr Projekt stammt aus dem Studium und war 2014 die gemeinsame Abschlussarbeit.

Kunstsommer erfindet sich immer wieder neu


„Der Kunstsommer setzt auf bewährte Strukturen und muss doch immer wieder Neues bringen“, sagte Bürgermeister Hans-Josef Vogel bei der Vorstellung des Projektes. Das derzeit nur im Modell vorhandene Werk der beiden Studentinnen ist das Leuchtturmprojekt des Kunstsommers 2015 und wird für nur zehn Tagen auf dem Neumarkt in Arnsberg zu sehen sein.

Open-Air-Kino, riesige Ballonhüllen oder Legosteine in rissigen Häuserwänden - der Kunstsommer in Arnsberg hat schon viel gesehen. Das im Juli vor der Umsetzung stehende Projekt noch nicht. In einer Höhe von fünf Metern und auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern soll die Installation von Carina Räbber und Larissa Vogdt einiges her machen - vor allem wenn es darum geht, die Region für den Kunstsommer in Arnsberg zu begeistern.

Bekannte Ort in der Stadt neu entdecken


„Der Kunstsommer hilft auch, bekannte Orte in der Stadt neu zu entdecken“, erklärte Vogel. Lichtwasserspiele oder Kunst in der Ruhr haben Orte der Stadt in den letzten Jahren schon besonders betont, das Projekt „Hülle und Kern“ will das in diesem Jahr mit dem Arnsberger Neumarkt tun.

„Der Kunstsommer ist seit Jahren ein Gemeinschaftsprojekt“, erinnerte Peter Kleiner, Leiter des städtischen Kulturbüros. Deshalb wird das Projekt der Studentinnen auch von der Fa. Event Vision (Neheim) umgesetzt. Für Peter Günneweg von Event Vision ist auch das völliges Neuland. „Das ist ein Experiment, so was hat es mit uns noch nie gegeben“, nimmt Event Vision die Herausforderung an.

Projekt als Experiment und Herausforderung


Erst kurz vor der Eröffnung des Kunstsommers wird mit den Arbeiten los gelegt. Dazu sollen Traversen aus Aluminium (wie aus dem Bühnenbau bekannt) auf der 400 Quadratmeter großen Fläche aufgebaut werden. Sie bilden buchstäblich das Grundgerüst für die Stahlseile, denen bei der Installation auf dem Neumarkt eine wirklich tragende Rolle zukommt: An ihnen werden schließlich die 160 Stoffbahnen (Größe 1 X 5 Meter) aufgehängt, die Leben in das Projekt bringen, wenn sie zum Beispiel von Wind oder Menschen bewegt werden. Jeweils drei Tage wird für Auf- wie Abbau einkalkuliert.

„Die Idee entstammt unserer Abschlussarbeit zum Master of Arts-Studium an der FH Dortmund“, beschriebt Larissa Vogdt die Entstehungsgeschichte. Schon 2013 haben die Studentinnen im Fach „Szenografie und Kommunikation“ aus Arnsberg die Idee dazu gehabt und sich einen tollen Platz in ihrer Stadt dafür vorgestellt.

"Man braucht den Mut für Neues!"


„Man braucht hier den Mut für Neues“, sagte Norbert Runde, Direktor der Sparkasse Arnsberg-Sundern, die einen großen Teil des Sponsorings für das Projekt übernommen hat. Gerade für so ein Leuchtturmprojekt, das über die Stadt Arnsberg hinaus strahlen kann, sei es aber besonders angebracht, so Runde weiter.

In die Gesamtfläche von 400 Quadratmetern ist ein rund 100 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum „eingebaut“, der an allen Tagen den Kunstsommers auf dem Neumarkt bespielt wird. Das Objekt lebt ferner von einem Zusammenspiel von Licht und Musik, für das die Fa. Event Vision ebenfalls die Umsetzung übernommen hat.

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