Traumverloren

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Der Mensch ist und bleibt ein Mysterium. Das interessiert mich schon aus beruflichen Gründen. Vermutlich auch deshalb, weil auch ich den Wunsch habe, ein „Mensch“ zu sein.
Zugegeben, obwohl ich eigentlich ein Gefühlsmensch bin, gehört die „Freundschaft“ nicht zu den unverrückbaren Grössen in meinem Koordinatenkreuz.
Dabei war von Anfang an natürlich nicht sicher in welche Richtung sich mein Leben entwickeln würde. Und ich lernte erst spät mich auf das zu konzentrieren, was mir wichtig war.
So versuche ich immer wieder mit künstlerischen Mitteln meine Gefühle und Affekte konstruktiv zu vereinen. Vielleicht suche ich auch deshalb ständig nach Worten, die meine alten Geschichten, die ich nicht mehr hören kann, in einem neuen Licht erscheinen lassen. Denn auch ich möchte von dem, was ich schreibe, überrascht werden wie der Lauscher hinter der Tür. Und vielleicht, denke ich oft, trifft mich dann das eine oder andere Wort wie ein Pfeil.
Als ich aber neulich in der Nacht notfallmässig eingeliefert wurde und vor dem Röntgenschirm stand, während ein zäher Brei durch meinen Körper floß, sah ich das pfeilartige Loch in meinem Herz. Und als ich noch einmal nach Luft schnappte, übernahm einfach nur der „Zufall“ oder vielleicht doch das „Glück“ die Führung in meinem Leben.
Und ich dachte:
Wenn ich jetzt vor mir sterben sollte, will ich auch nicht mehr leben.
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