Ausstellung zur NS-Zeit stieß auf großes Interesse / Der AKD sagt „Herzlichen Dank“

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Interessierte Besucher der Ausstellung zur NS-Zeit in der Halle Friedrichshöhe in Niedereimer
NIEDEREIMER Die Ausstellung „70 Jahre Kriegsende – Erinnerungen an schwere Zeiten in Niedereimer – Mahnung zum Frieden“ des Arbeitskreis Dorfgeschichte Niedereimer e.V. stieß in der Bevölkerung auf großes Interesse. Insgesamt besuchten über 830 Gäste an den zehn Tagen die Ausstellung in der Halle Friedrichshöhe in Niedereimer. Diese einzigartige Ausstellung in der Stadt Arnsberg spiegelte die Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 wieder. Das altersgemischte Publikum, vom Kindergartenkind bis Urgroßeltern, kam aus der gesamten Stadt Arnsberg und sogar aus Teilen der Städte Sundern und Meschede. Viele der Besucher versuchten sich in die damalige Zeit zu versetzen und nachzuforschen wie es ein herrschsüchtiger Diktator schaffen konnte die meisten Deutschen in seinen Bann zu ziehen. Oder wie und was die Leute der damaligen Zeit in den Kriegsjahren für Schreckliches erlebten und miterlebten. Der AKD hatte sich sechs Schwerpunkte (Nationalsozialismus vor Ort, Möhnekatastrophe, US-Flugzeugabstürze, Bombenangriff auf Niedereimer, Einmarsch der Amerikaner und Kriegs-/Erinnerungen) aufgegriffen und versuchte anhand von Beispielen diese aus damaliger Sicht darzustellen. Dazu waren elf Schautafeln mit großformatigen Fotos, informativem Text und Zitate der Zeitzeugen ausgestellt. Zudem stellte der AKD über 130 Exponate deutscher und amerikanischer Herkunft aus und präsentierte auf 75 Fotos das frühere Dorfleben. Sogar historische deutsche und US-Militärfahrzeuge waren an einigen Tagen zu begutachten. Auf großes Interesse stieß auch der Nachbau einer Rollbombe vom Möhnesee.
Als einer der Höhepunkte der Ausstellung erwies sich bereits die Ausstellungseröffnung mit dem emotionalen Programm aus Reden, Gesangsstücken und Lesungen von Zeitzeugenberichten durch Schüler. An der Eröffnung nahm, neben dem Schirmherrn Herrn Bürgermeister Hans-Josef Vogel, auch eine fünfköpfige Delegation aus Olesno/Polen teil. Weitere Höhepunkte im Rahmen der Ausstellung waren der Bildervortrag von Dr. Ralf Blank aus Hagen sowie der Filmabend des Arnsberger Heimatbundes von Werner Bühner. Diese beiden Abende sorgten mit jeweils fast 100 Besuchern für ein volles Haus im Sportheim. In der Ausstellung führte der Vorsitzende des AKD und Ortsheimatpfleger Detlev Becker beiderseits sehr interessante und aufschlussreiche Gespräche mit den Besuchern. Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Niedereimer e.V. bedankt sich bei allen Gästen recht herzlich für den Besuch der Ausstellung zur NS-Zeit.
Aufgrund des großes Interesses und zahlreicher Nachfragen werden Teile der Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt nochmals im Stadtgebiet zu sehen sein.
Wer allerdings nicht so lange warten möchte, kann die Erlebnisse der Zeitzeugen schon jetzt im Heimatblatt „Der Ninivit“ nachlesen und einen großen Teil der Exponate anschauen. Die Hefte können in Kürze in der Sparkassenfiliale in Niedereimer und im Arnsberger Buchhandel erworben werden.
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