Gesundheitstalk „Bottrop informier Dich!“ feierte in der Alten Börse Premiere - Weitere Themen stehen schon fest

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Auf dem Podium standen die Experten Frage und Antwort. Dabei ging es nicht nur um Fachwissen, sondern oft auch um eigene Erfahrungen und Tipps. (Foto: Thomas Eickholt)
 
Nach der Expertenrunde war Moderator Lennart Hemme im Publikum unterwegs, um Fragen einzusammeln. (Foto: Thomas Eickholt)

„Ich wollte mehr über die Definition von Burnout wissen, weil sich mir oft die Frage zwischen Anspruch und Umsetzung stellt“, sagt Ute. Und Markus fügt an: „Ich finde es gut, dass dieses Thema hier öffentlich gemacht wird.“

Die beiden Bottroper gehörten zu den rund 120 Gästen des Gesundheitstalks „Bottrop informier Dich!“, der am Donnerstag in der Alten Börse Premiere feierte. Diese neue Informationsreihe, die auch in Zukunft regelmäßig zu aktuellen Themen stattfinden wird, ist eine gemeinsame Aktion des Stadtspiegels, Radio REL, der Volksbank und der Alten Apotheke.
Als Fachleute nahmen Dr. Jürgen Gebauer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie/Psychotherapie, Jörg Mikolajewski, Coach, Olaf Bensmann, ehemaliger Betroffener, und Peter Stadtmann, Inhaber der „Alten Apotheke“ und Initiator von „Bottrop beweg Dich!“ und „Bottrop informier Dich!“ auf dem Podium Platz.

Oberbürgermeister Bernd Tischler, der die Schirmherrschaft des Abends übernommen hatte, gab in seinem Grußwort zu bedenken: „Gesundheit ist nicht nur ein Geschenk. Gesundheit ist auch das Ergebnis unseres eigenen Tuns. Nur wenn wir bereit sind, uns zu informieren und uns mit Fragen zur Gesundheit auseinanderzusetzen, sind wir auch in der Lage, das Richtige für uns und unsere eigene Gesundheit zu unternehmen.“

Fragen gab es in den folgenden knapp zwei Stunden dann reichlich. REL-Moderator Lennart Hemme wollte von den Podiumsgästen nicht nur fachliche Einschätzungen zum Thema Burnout haben, auch persönliche Erfahrungen nahmen breiten Raum in dem Gespräch ein. So berichtete Olaf Bensmann als von Burnout Betroffener sehr offen von seinem Leidensweg - und von den Konsequenzen, die er daraus zog.

Dr. Jürgen Gebauer machte kein Hehl daraus, dass er als Mediziner seine Probleme mit dem immer öfter bemühten Begriff „Burnout“ hat und versuchte eine Abgrenzung zwischen dem Krankheitsbild „Depression“ und einem Burnout zu schaffen. Jörg Mikolajewski arbeitet heute als Coach. Mit Burnout machte er selbst vor Jahren Bekanntschaft und kann daher den Leidensdruck der Menschen, die bei ihm Hilfe suchen, bestens nachvollziehen. Apotheker Peter Stadtmann, der über mangelnde Arbeit nicht klagen kann, plauderte aus dem Nähkästchen: „Ich nehme mir abends immer eine Stunde Zeit, um den Tag zu rekapitulieren und für mich zu klären: Was war gut, was nicht?“

Das Publikum hatte im Anschluss auch noch eine Reihe von Fragen. Dabei drehte es sich zum Beispiel um Möglichkeiten, die jeder Einzelne hat, um einen drohenden Burnout zu erkennen und gegenzusteuern, um alternative Behandlungsmethoden, um den immer stärkeren Stress und Druck, dem schon Kinder ausgesetzt sind, bis hin zu der Überlegung, was Arbeitgeber tun können, um ihre Mitarbeiter vor dem Ausbrennen zu schützen.

Der abschließende Satz, der wohl bei vielen der Zuhörer hängen bleiben wird, kam schließlich von Olaf Bensmann: „Man braucht Mut zur Veränderung. Wenn sich eine Tür schließt, geht auch immer eine andere auf. Aus eigener Erfahrung sage ich: Man sollte die Angst vor Veränderung verlieren.“

INFO

Der Gesundheitstalk „Bottrop informier Dich!“ wird fortgesetzt.

Im Juni steht das Thema „Impfen“ auf dem Programm, im Herbt wird es sich dann um „Krebsvorsorge“ drehen.
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