Städtisches Förderprojekt „Judo an Bottroper Grundschulen“

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Abschlussturnier mit neuen Gürteln

Rheinbabenschule und Schule am Tetraeder präsentieren Gelerntes beim ELE-Abschlussturnier
Wieder einmal drohte das Judodojo der Dieter Renz Sporthalle aus allen Nähten zu platzen, denn Eltern, Lehrer und die Schüler der Rheinbabenschule und der Schule am Tetraeder wollten den Projektabschluss des Städtischen Förderprojektes „Judo an Bottroper Grundschulen“ feiern. Dafür richtete der Partnerverein JC 66 Bottrop schon traditionell das Abschlussevent in Form eines Mannschaftsturniers aus. Inzwischen hat sich dieses neben der Judobundesliga und dem jährlich stattfindenden Burkhardt-Annutsch-Nachwuchsturnier zu einer der größten Veranstaltungen des Vereins und der Stadt entwickelt. Immerhin starten knapp 100 Schüler beim Projektturnier und mit deren Eltern, Verwandten und Lehrern sind schnell 300 Teilnehmer im Judodojo. „Ohne reichlich freiwillige Unterstützung der Vereinsmitglieder wäre das natürlich nicht möglich. Den Helfern gilt ein ganz großes Dankeschön!“, so JC 66 Präsident Detlef Kaziur in seiner Begrüßungsrede.

Erstmals Förderschule integriert

Für das Thema Inklussion hat der sportliche Leiter des Projektes Sven Helbing diesmal erstmals mit der Schule am Tetraeder eine Förderschule in den Judounterricht integriert. „Es galt, Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, wie wir Förderschüler mit geistigen und/oder körperlichen Benachteiligungen die Möglichkeit geben können, am Schulprojekt teilzunehmen und gefahrfrei miteinander judospezifisch zu kämpfen und zu raufen.“, erläutert Projektleiter Volker Tapper und Sven Helbing ergänzt stolz: „Die Kinder haben sich große Mühe gegeben und haben es geschafft, sowohl Techniken zu erarbeiten, diese vor einem solch großen Publikum vorzuführen und die Fähigkeit zu erlangen, in der Kürze der Zeit einen Mannschaftskampf durchzuführen. Ich selbst habe wichtige Erfahrungen gesammelt, um das Thema Inklusion im Projekt zukünftig noch professioneller zu gestalten.“ Inmitten des Kampftrubels feuerten sich also auch die Tetraederschüler, die sich nahtlos in die Veranstaltung integrierten lautstark an. Im Bodenkampf trauten sich alle auf die Tatami und „…schafften es, sich an die Judowerte zu halten, hilfsbereit und höflich miteinander umzugehen und gegenseitig aufeinander Acht zu geben.“, war Helbing vom Turnierablauf erfreut.

Neue Träger des weiß-gelben Gürtels

Ebenfalls erfreut zeigte sich Helbing über die fleißigsten Schüler, denn im Rahmen der Projektwochen hatten diese die Chance, sich mit zusätzlichen Trainingsteilnahmen für die erste Kyu-Prüfung zu qualifizieren und sich hierbei den weiß-gelben Gürtel zu verdienen. Sechs Schüler der Rheinbabenschule nutzten diese Möglichkeit und durften bei der Prüfung die erlernten Techniken vorführen. Mit durchweg sehr guten Leistungen erreichten die Prüflinge Johanna Stawinski, Katharina Konze, Lena Slominski, Kamila und Magomed Getsaeva sowie Stefan Ising das gewünschte Ziel und durften somit bereits beim Abschlussturnier im neuen weiß-gelben Gürtel antreten. Dafür wurden sie bei der Abschlussfeier extra geehrt, ernteten großen Applaus und wurden ihrem neuen Leistungsstand bei den anschließenden Kämpfen durchaus gerecht. Die Stimmung war entsprechend großartig und das Judodojo hielt dieser dann doch stand.

Foto: Vier der sechs Prüflinge der Rheinbabenschule mit ihren neuen Gürteln beim Abschlussturnier
von links nach rechts stehend: Stefan Ising, Johanna Stawinski, Katharina Konze, Lena Slominski,
hinten stehend: Sportlicher Projektleiter und Prüfer Sven Helbing, 3. Dan Judo


Weitere Informationen zum Projekt findet man jederzeit unter: www.judokinderwelt.de
Informationen zum Partnerverein JC 66 gibt es unter www.jc66.de
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