Westdeutsche Einzelmeisterschaft U15 männlich in Dormagen:

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    Ein gelungener Auftakt für den JC66 Bottrop
Am 10. Februar fand in Dormagen für die U15 männlich mit der Westdeutschen Einzelmeisterschaft ein Saison-Höhepunkt statt. Niklas Gillenkirch erkämpfte sich -34 Kg eine Bronzemedaille. Somit gab er den Ton für die Mädchen an, die Sonntag an den Start gingen.

Letztes Jahr gab es für den JC66 Bottrop bei den Jungen keine Medaillenchance. Doch ein erklärtes Ziel des Vereins war es, die Kluft zwischen den starken Mädchen und den Jungen zu reduzieren. Es scheint so langsam zu gelingen: Auf der Westdeutschen Meisterschaft waren mit Ragnar Buddenkotte und Niklas Gillenkirch zwei „Piraten“ qualifiziert. Für Ragnar Buddenkotte reichte es nach einer erfolgreichen Bezirksmeisterschaft (2. Platz -46 Kg) nicht eine Ebene höher. Niklas Gillenkirch hatte es -34 Kg mit ein paar starken Gegnern aus den anderen Bezirken zu tun, doch er machte seinen Weg, kämpfte sich durch und sein Siegeswille wurde letztendlich mit der Bronzemedaille belohnt.
Trainerin Hannah Karrasch: „Ein-Zwei Gegner waren Niklas technisch etwas überlegen, aber Niklas war sehr motiviert und er hat richtig „gebissen“. Jedes Mal konnte er seine Gegner auf den Rücken „klatschen“. Somit hat Niklas, als jüngster Jahrgang, auch beim Landestrainer einen guten Eindruck hinterlassen“.
Trainer Wolfgang Amoussou: „Nicht zu vergessen ist Tim Sturm, der nicht kämpfen konnte, weil er noch zu leicht ist. Aber auch er kann „beißen“, er entwickelt sich technisch gut und er hätte hier seinen Platz gehabt. Dieser gelungene Auftakt mit der Bronzemedaille von Niklas wird die Mädchen morgen motivieren.“
Westdeutsche Einzelmeisterschaft U15 weiblich in Dormagen:
Drei Westdeutsche Meisterinnen für den JC66 Bottrop und eine klare Ansage an die Konkurrenz
Am 11. Februar fand in Dormagen für die U15 weiblich mit der Westdeutschen Einzelmeisterschaft ein Saison-Höhepunkt statt. Nach einen guten Auftakt der Jungen am Tag zuvor haben nun die Mädchen mit drei Westdeutschen Meisterinnen, einer Vizemeisterin, einer Dritten und einer Fünften eine klare Ansage an die Konkurrenz gemacht: Der beste Judoverein im Nachwuchsbereich ist dieses Jahr in Nordrhein-Westfalen der JC66 Bottrop.In der U15 ist die Westdeutsche Meisterschaft die höchste Meisterschaftsstufe im Einzelwettbewerb. Erst ab der U18 kann man um nationale oder internationale Titel kämpfen. Insofern bedeutete dieser Wettkampf sehr viel für die Kämpfer/-innen des JC66 Bottrop und die Vorbereitung lief schon seit mehreren Monaten auf Hochtouren. Sportdirektor Volker Tapper zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich: „Unser Nachwuchs ist uns sehr wichtig. Aus diesen Kämpfern sollen später u.a. Bundesligakämpfer und -kämpferinnen werden. Manche können sogar den Anschluss zur Nationalmannschaft finden. So ist zumindest unser Plan und wir arbeiten daran. Bei der Westdeut-schen Meisterschaft tippen wir auf zwei Goldmedaillen. Somit wäre der „Soll“ erreicht. Aber wir wissen, dass un-ser Potential für drei Goldmedaillen ausreicht.“
Den Auftakt machten Helen Habib (-36 Kg) und Sophie Vrchoticky (-44 Kg).
Helen Habib gab ihren Gegnerinnen nicht den Hauch einer Chance. Bis 36 Kg hat sie in Deutschland seit zwei Jahren fast keinen Widerstand gefunden. Nun wird es Zeit zu sehen, was sie eine Gewichtsklasse höher leisten kann. Helen verteidigte erfolgreich ihren Titel.
Sophie Vrchoticky konnte heute messen, wie viele Fortschritte sie in letzter Zeit gemacht hat. Ob im Stand oder am Boden: Sie wirkte immer souverän. Im Finale konnte sie ihre Gegnerin nach einer Umdrehtechnik am Boden festhalten und sich damit den Titel sichern.
Helena Kaiser folgte in der Gewichtsklasse -33 Kg. Um Platz drei lieferte sie sich mit ihrer Gegnerin eine Zitter-partie, die sie aber nach knapp drei Minuten im Golden Score gewann. Trainerin Hannah Karrasch: „Für Helena kam die Qualifikation etwas überraschend. Sie wirkte deswegen ein bisschen überfordert. Aber sie wurde von einem großen Fanclub unterstützt und außerdem hat sie ein großes Kämpferherz. Bei den Abschlußbelastungen im Training ist sie immer ganz vorn mit dabei.“
Für Zehra Demir (-57 Kg) reichte die heutige Leistung nicht, aber wir sehen sie bestimmt nächstes Jahr in Topform wieder.
Elif Ürker (-48 Kg) startete gut und wurde erst im Halbfinale gestoppt. Um Platz drei konnte sie sich nicht durch-setzen und verpasste knapp die Medaille. Nach der Bronzemedaille im Vorjahr bedeutet es für Elif einen kleinen Rückschlag.
Lilly Büssemeyer (-52 Kg) marschierte durch und wurde erst im Finale richtig gefordert. Dort war sie ihrer Gegnerin zwar immer ein bisschen überlegen, aber der Kampf hätte zu jeder Zeit in die eine oder in die andere Richtung kippen können. Letztendlich schaffte Lilly den entscheidenden Wurf und gewann somit die Goldmedaille.
Ronja Buddenkotte (-63 Kg) ließ bis zum Finale nichts anbrennen. Dort startete sie auch eindrucksvoll, aber sie leistete sich einen Fehler und schenkte somit ihrer Gegnerin den Sieg. Trainerin Hannah Karrasch: „Ronja hat spät mit Judo angefangen und obwohl sie oben mitkämpft, macht sie noch „learning bei doing“. Es ist aber nicht schlimm: Es bedeutet nur, dass bei ihr noch sehr viel Potential in nächster Zeit entfaltet wird.“

Mit 3 Goldmedaillen, 1x Silber, 2x Bronze und 1x Platz Fünf ist diese Westdeutsche Meisterschaft für den JC66 äußerst erfolgreich gewesen. Trainer Wolfgang Amoussou analysiert: „Vor zwei Jahren hat sich der Verein riesig über eine Silbermedaille gefreut. Letztes Jahr gab es 1x Gold und 2x Bronze. Dieses Jahr haben wir diese Er-gebnisse komplett übertroffen und das nur mit Leuten, die tatsächlich in unserem Verein stark gemacht wurden. Wir haben vielleicht die Obergrenze erreicht, wobei eine weitere Goldmedaille mit Ronja Buddenkotte absolut drin gewesen wäre. Nun gilt es, regelmäßig an diese Ergebnisse anzuknüpfen. Dafür müssen wir uns oft in Frage stellen und dafür sorgen, dass die Entwicklung unserer Kämpfer und Kämpferinnen weiterhin steil nach oben geht. Qualitätsmanagement ist gefragt, auch wenn es schon stattfindet. Aber vorerst bin ich sehr mit dem Team zufrieden.“

Zusammenfassung der beiden Tage:

Gold: Helen Habib -36 Kg, Sophie Vrchoticky -44 Kg, Lilly Büssemeyer -52 Kg
Silber: Ronja Buddenkotte -63 Kg
Bronze: Helena Kaiser -33 Kg und Niklas Gillenkirch -34 Kg
Platz Fünf: Elif Ürker -48 Kg

Weitere Informationen zu Verein, den Ligen und dem Training finden Sie jederzeit unter www.jc66.de.
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