Von der Emscher ans Schwarze Meer – Zehn Gesamtschüler reisen Montag in die Türkei!

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… und an dieser Stelle lesen sie bis kommenden Freitag Eindrücke aus den Reisetagebüchern der jungen Castrop-Rauxeler von der Janusz-Korczak-Gesamtschule.

Haben klassische Brieffreundschaften eigentlich noch eine Chance in Zeiten von WhatsApp und Facebook? Das Schreibprojekt „Briefe schreiben – Freunde treffen“ jedenfalls behauptet sich neben allen elektronischen Arten der Kontaktaufnahme und begründet das jüngste deutsch-türkische Jugendnetzwerk des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e. V. in Dortmund. Für März bereitet das IBB Dortmund den ersten Besuch in der Türkei vor. Im Sommer steht dann der erste Gegenbesuch in Nordrhein-Westfalen an.
„Dank der Unterstützung der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke können wir für eine Gruppe von Jugendlichen, die in der Janusz-Korczak- Gesamtschule in Castrop- Rauxel Türkisch als zweite Fremdsprache lernen, aktuell zwei ansprechende Jugendbegegnungen organisieren“, freut sich Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration.
Mit ihrem privaten Briefwechsel haben die zehn Schülerinnen und Schüler, alle mit türkischen Wurzeln, ihre SprachKenntnisse gleich in der Praxis erprobt. Zusammen mit ihren Lehrern Maria Schöffel und Özcan Atabaş werden sie nun im Rahmen einer Projektwoche erstmals zu einer Partnerschule nach Düzce reisen. Sie werden die Region erkunden und bei einem Abstecher nach Istanbul auf eine weitere Jugendgruppe treffen.
 
Für die meisten ist es der erste Besuch in der Türkei überhaupt. Entsprechend groß sind die Spannung und Vorfreude auf Kultur und Lebensweise des Heimatlandes ihrer Eltern oder Großeltern. Das dortige Anadolu Lise mit der sehr engagierten Lehrerin Yasemin Altundal organisiert mit 20 Jugendlichen eine Woche lang in Düzce ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm. Die Schülerinnen und Schüler stehen schon seit einem Jahr im Briefkontakt und werden online über ihre Eindrücke berichten.     
Düzce ist die Hauptstadt der gleichnamigen Schwarzmeerprovinz in der nordwestlichen Türkei. Die Stadt mit ihren rund 200 000 Einwohnern hat durch drei große Erdbeben - zuletzt am 17. August 1999 - schwer gelitten. Der Ort wurde fast dem Erdboden gleichgemacht und hatte viele Tote zu beklagen. Die Infrastruktur wurde zu 87 Prozent zerstört. Besuchern bot sich in den ersten Jahren nach diesem jüngsten Erdbeben ein Anblick von Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. Das Erdbeben hatte auch verheerende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation. Die Arbeitslosenquote liegt noch immer bei mehr als 17 Prozent.
 
Umso wichtiger ist, dass Düzce als Subventionsgebiet mit sehr junger Bevölkerung in Bildung und Jugendarbeit investiert. Internationale Projekte und Kooperationen vermitteln besonders der jungen Generation eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
 
Das Internationale Bildungs- und Begegnungwerk e. V. organisiert die Reise der Jugendlichen aus Castrop-Rauxel und plant schon den Gegenbesuch im Sommer. In Nordrhein-Westfalen geht es dann um Kulturen und Traditionen im Ruhrgebiet.
 
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