Castroper Rettungsschwimmer bewachen Ostseestrände

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Goehren auf Rügen: Dennis Nickel (auf dem Strandbuggy), Eva Königsbüscher (vor dem Boot im Wasser) und Lukas Emmerich (im Boot)
 
Timmendorfer Strand: Paula Janßen (hintere Reihe 1. von links) und Rene Bollermann (3. von rechts)
Göhren: DLRG-Wache Goehren auf Rügen |

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

7 Rettungsschwimmer der DLRG Castrop-Rauxel sorgten auch in diesem Jahr wieder für die Sicherheit der Urlauber an einigen Badestränden der Ostseeküste. In Timmendorfer Strand, Schönhagen und Göhren auf Rügen verbrachten sie jeweils 14 Tage ihrer Sommer- oder Semesterferien oder ihres Urlaubs, um den dortigen Wasserrettungsdienst zu unterstützen.

Aus dem gesamten Bundesgebiet können sich Rettungsschwimmer für ihren Einsatz an Nord- und Ostsee melden. Verteilt auf die einzelnen Wachen werden sie dann von der zentralen Bewerbungs- und Koordinierungsstelle der DLRG. Meist kann hier auch den Wünschen der Retter für einen bestimmten Badeort entsprochen werden.

Einsatz mit Rettungshubschrauber

In diesem Jahr machten sich aus Castrop-Rauxel die Rettungsschwimmer Paula Janßen und Rene Bollermann auf den Weg zum Timmendorfer Strand. Mit 8 km bewachtem Küstenstreifen und in der Hauptsaison 28 Rettungsschwimmern eine der größeren DLRG-Wachen an der deutschen Küste. So wurden sie dann auch zu einem Einsatz gerufen, bei dem ein herzkranker Patient von einer Badeinsel gerettet werden musste, der den Weg zurück zum Strand nicht mehr schaffte und anschließend aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes an die Besatzung des parallel alarmierten Rettungshubschraubers "Christoph 12" übergeben wurde.

In Goehren auf Rügen verlief die Wachzeit für Eva Königsbüscher, Dennis Nickel, Lukas Emmerich und Fabian Downar ähnlich turbulent: Ein Paddler wurde als vermisst gemeldet. Da nicht klar war, wie weit er schon auf der Ostsee war, wurde die DLRG vom Seenotrettungskreuzer "Eugen" der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) unterstützt. Der Einsatz konnte dann aber abgebrochen werden, als der Vermisste wieder wohlbehalten am Strand auftauchte.

Reine Routine dagegen war der Wachdienst für Stefan Königsbüscher am Strand von Schönhagen in der Nähe von Eckernförde. Da war es dann auch eine willkommene Abwechslung, wenn die Besatzung des Rettungsbootes mal zu Übungszwecken ein aufblasbares Gummitier, das von einer Windböe weggeweht wurde, bergen und dem kleinen Besitzer wieder übergeben konnte.

Ansonsten verbringen die Rettungsschwimmer an großen wie an kleinen Wachstationen die Wachzeit von morgens 9 bis abends 18 Uhr damit, ein wachsames Auge auf den Strand, die Badezone und den küstennahen Bereich zu haben um im Notfall schnell reagieren und, je nach Situation, zu Fuß, mit dem Strandbuggy, dem Rettungsboot oder schwimmerisch Hilfe leisten zu können. Kleinere Wunden mit Pflastern zu versorgen, den Kurgästen Fragen zur Wassertemperatur zu beantworten oder den Weg zur nächsten Toilette zu zeigen, gehören natürlich ebenso zu ihren Aufgaben. Sie arbeiten da, wo andere Urlaub machen und bekommen dafür die An- und Abreise von der Kurverwaltung erstattet, wohnen in Gemeinschaftsunterkünften und erhalten noch ein kleines Taschengeld für die Verpflegung. So kann man den Wachtag dann mit einem gemeinsamen Abend am Grill oder mit einem Beachvolleyballspiel am Strand ausklingen lassen.
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