Drehbuch-Autor Conny Lens liest am 21. September im neuen Literatur-Café in Datteln

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Drehbuch-Autor Conny Lens liest am 21. September im neuen Literatur-Café in Datteln. Foto: Petra Pospiech
Datteln: Buchhandlung Bücherwurm |

Sogleich zu Beginn seiner Lesungen wartet das neue Literatur-Café, initiiert von der Frauenhilfe Datteln NordWest, mit einem heimischen Erfolgsautor auf. Conny Lens, bekannter Krimischreiber und "Soko"-Drehbuchautor aus Horneburg, eröffnet am 21. September den Reigen der Vorleser in Datteln.



Getauft wurde Conny Lens auf den Namen Friedrich Josef Hitzbleck. Das ist zwar schon mehr als 60 Jahre her, aber anfreunden kann er sich bis heute nicht mit diesem Namen. Doch was wäre er für ein Geschichtenschreiber, wenn er sich nicht selbst einen passenden Namen geben könnte. Und Geschichten schreiben kann er wirklich gut.
„Schon mit acht Jahren überwältigte mich der Drang, mich literarisch zu betätigen und so schrieb ich meine ersten Geschichten“, sinniert der Horneburger Erfolgsautor auf seiner Internetseite. „Krimis und Western, selten länger als zwei Seiten, wagemutig in Orthographie und Grammatik, unbelastet von störender Logik, dafür mit zahlreichen Schuss-, Stich- und Würgeopfern. Inspiration fand ich als junger Künstler dabei in Werken wie 'Leichenwagen kommt gleich'." 1973 bietet er dem BBC seine erste Fernsehserie an. „Bis heute bleibt es unverständlich, warum die Verantwortlichen in London diese einmalige Gelegenheit ungenutzt verstreichen ließen“, schmunzelt der 65-Jährige.

Gründung des eigenen Verlages Pottwa(h)l


1982 gründet der gebürtige Essener gemeinsam mit seinem Freund Bernd Karuseit einen Vertrieb für Kleinverlage, den „Pottwa(h)l“. „Einmal in Fahrt, beschlossen wir, auch eigene Romane zu verlegen. Der erste Krimi hieß 'Roter Fingerhut' und spielte in Kettwig. Ein mieser Trick, aber die Kettwiger kauften die 195 vollgeschriebenen Seiten wie von Sinnen“, freut sich der Krimiautor, der sich damals für seinen geschlechtsneutralen neuen Namen entschied. „Conny Lens was born."
Er veröffentlichte später im Hitzbleck-Verlag weitere Krimis, darunter die Detektivserie „Steeler Straße". Die Serie landete auf dem Schreibtisch von Gerd Haffmans, der weitere Romane des Autors in sein Programm übernahm. „Davon gab es einige. Denn kurz vorher hatte es mir meine Frau Angela ermöglicht, mir den ganzen Tag lang Verbrechen auszudenken, anstatt wie ein anständiger Mensch arbeiten zu gehen“, gibt er unumwunden zu.

16 Jahre lang schrieb er "Soko 5113"


„Um Geld zu verdienen, schrieb ich ab 1989 Stories für Fernsehzeitschriften.“ Als damals die TV-Serie „Liebling Kreuzberg“ eingestellt wurde, brachte ihn seine Agentin Ilse S. Dörner auf den Gedanken, die Grundidee für einen Fortsetzungs-Roman zu benutzen. Ungerührt schuf der Autor daraufhin den Mehrteiler „Herzchen Neukölln“. Als Bavaria-Produzent Georg Feil davon erfuhr, dass „tausende deutsche Leserinnen blind vor Tränen zum Taschentuch griffen“, ermutigte er den Autor zum Verfassen von Drehbüchern. „Kurz vor Weihnachten 1996 brachte mich Jan Hinter von der Bavaria mit Ariane Krampe zusammen, die für die Ufa 'Soko 5113' produzierte“, erzählt Conny Lens. 16 Jahre sprudelten aus seiner Feder Folge für Folge, bis er sich 2013 in den Vorruhestand verabschiedete.
Völlig entspannt macht er sich nun an zwei Roman-Projekte. Einmal die Geschichte des Ex-Kriminellen Ben Rosvik, der zum Spielball eines kriminellen Think Tanks wird. Zum anderen die locker geschriebenen Abenteuer eines Dreier-Teams in einem fiktiven Europa des 19.Jahrhunderts, von denen er sicherlich einiges bei seiner Lesung im Literatur-Café Datteln zum Besten geben wird: am Donnerstag, 21. September, um 17 Uhr im "Bücherwurm", Castroper Straße 33.
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