Achtung, giftig!

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Mark Sonderkamp, Forstwirt aus Datteln, inmitten der noch jungen Giftpflanzen an der Lippe. Foto: privat

Der Riesen-Bärenklau schickt sich an, auch an der Lippe Wurzeln zu schlagen. Wanderer entdeckten bei Haus Vogelsang in Datteln-Ahsen, wenige Meter vom Lippe-Ufer entfernt, an zwei Punkten Stauden dieser giftigen Pflanze.

Der Riesen-Bärenklau, auch als Herkulesstaude bekannt, wächst sehr rasch und fällt zunächst durch seine dicken Strünke und die großen, gezackten Blätter auf. Die Pflanze, die ursprünglich vermutlich im Kaukasus beheimatet war, verbreitet sich insbesondere in der Nähe von Flussläufen oder auch im Umfeld von Deponien, wo sie viel Licht bekommt. Sie verdrängt aggressiv heimische Pflanzen und wird zur Plage, wenn sie nicht frühzeitig bekämpft wird.

Besonders schädlich aber ist: Alle Pflanzenteile enthalten eine Substanz, die bei Hautkontakt unter dem Einfluss von Sonnenlicht schmerzhafte Hautreaktionen hervorrufen kann. Von einer Berührung ist deshalb dringend abzuraten.
Die jetzt an der Lippe gesichteten Herkules-Stauden haben noch keine Dolden mit Samen ausgebildet. „Noch können die Pflanzen recht einfach beseitigt werden“, sagt Mark Sonderkamp, Forstwirt aus Datteln. Aber auch schon in diesem Stadion muss man Handschuhe und Schutzkleidung bei der Bekämpfung tragen.
Die ausgegrabenen oder kurz über dem Boden abgetrennten Pflanzen dürfen nicht auf den Kompost, sondern müssen vollständig verbrannt werden. Einmal befallene Stellen sind in mehreren Folgejahren immer wieder zu kontrollieren.

Schmerzhafte Hautreaktionen

Auf jeden Fall sollten Standorte der Pflanze der zuständigen Umweltbehörde gemeldet werden, meint Mark Sonderkamp, wenn möglich mit genauen Koordinaten eines Navi-Gerätes oder Smartphones.
An Rhein und Ruhr sind bereits lange Abschnitte befallen. Dort rücken Fachfirmen der Plage zu Leibe. Eine wirksame Hilfe verspricht mach sich durch den Einsatz von Schafen, für die der Riesen-Bärenklau offenbar zu den Leckerbissen zählt.
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1 Kommentar
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Gertrud Gottschalk aus Datteln | 09.07.2016 | 08:41  
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