Urbane Landwirtschaft "Ernte Deine Stadt!"

Anzeige
Die erste Pflanzaktion in Hörde fand beim Brückenfest statt. Tetrapacks wurden dabei in mobile Gärten umfunktioniert. (Foto: Michael Roth)

Unter dem Titel „Querbeet Hörde“ findet urbane Landwirtschaft, also der innerstädtische Anbau von Lebensmitteln in Hörde statt.

Dortmund-Hörde. Mit dem Aufruf „Ernte deine Stadt!“ sind explizit alle Hörder Bürgerinnen und Bürgern angesprochen, bei der Schaffung und Gestaltung der Freiräume mitzuwirken und selbst im Stadtteil kreativ und produktiv tätig zu werden.

Seit einigen Jahren entstehen ausgehend von einer globalen Bewegung auch in Deutschland und im Ruhrgebiet gärtnerische Initiativen, die sich von den bisherigen Anbaukulturen auf Grabelandflächen oder in Kleingärten unterscheiden. Mitten in der Stadt, auf Parkplätzen, an Baumscheiben oder auf zentralen Grünflächen wird gemeinschaftlich gegärtnert: Das urbane Gemüse wächst und mit ihm die Begeisterung für den neuen Einzug der Natur in die Stadt.

Mit dem Projekt pflanzt sich nun das urbane Gemüse in Hörde fort. Das Projektteam - bestehend aus Dr. Michael Roth von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund und Miryam Frixen, Carlos Tobisch und Thomas Scholle des Dortmunder Planungsbüros plan-lokal - schafft zusammen mit der Hörder Stadtteilagentur verschiedenste Möglichkeiten, den städtischen Nahrungsmittelanbau auszuprobieren.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Stadtumbau Hörde Zentrum“ mit Mitteln der EU, des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Dortmund gefördert. „Querbeet Hörde“ kooperiert auch mit der Emschergenossenschaft, die das Projekt ebenfalls unterstützt und Interesse an den Potenzialen nachhaltiger Flächennutzung durch urbane Landswirtschaft auf Flächen im neuen Emschertal hat.

Eine erste Pflanzaktion fand auf dem Hörder Brückenfest statt. Unter dem Motto „Hörde wächst. In Hörde wächst was. Hörde wächst zusammen.“ wurde gemeinsam mit den Besuchern gegärtnert. Mobile Gärten im Tetrapack ermöglichten über 140 Kindern und Jugendlichen, Männern und Frauen ehemalige Lebensmittelverpackungen für Milch bzw. Saft mit Erde gefüllt und bepflanzt als „städtischen Mini-Garten“ mit nach Hause zunehmen.

Weitere Aktionen sind in Planung, 2014 soll durchgestartet werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.