CDU positioniert sich in Bezug auf Cannabis

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Die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Justine Grollmann lehnt eine Legalisierung von Cannabis-Produkten strikt ab. „Wer Cannabis legalisieren will wie die Dortmunder GRÜNEN jüngst in einem Antrag im Sozialausschuss, der stellt die Geschäftemacherei über die psychische Gesundheit“, sagt Grollmann. „Die Einnahme von Cannabis-Produkten führt langfristig zu Persönlichkeitsveränderungen und erhöht die Gefahr psychischer Erkrankungen, so Grollmann.
Und weiter: „Mit der CDU-Ratsfraktion wird es keinen Einstieg in einen staatlich regulierten Markt mit Cannabis geben. Aus gesundheitspolitischer Sicht wäre das ein völlig falsches Signal. Erwägungen des Gesundheitsschutzes müssen Vorrang haben vor wirtschaftspolitischen Argumenten. Im Übrigen ist auch die Vorstellung, mit einer Legalisierung von Cannabis könne man die organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen, äußerst fragwürdig.“
Cannabis sei keine Spaßdroge. Regelmäßiger Cannabis-Konsum habe fatale Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung junger Menschen, so die CDU-Sozialexpertin. „Langfristiger Konsum kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken bis hin zur psychischen Abhängigkeit führen. Die Alltagskompetenz und Arbeitsfähigkeit von chronischen Cannabiskonsumenten ist nachweislich stark eingeschränkt“, weiß Grollmann.
Der Konsum von Cannabis sei weiterhin besorgniserregend hoch und wachse weiter. Die Zahl von Cannabis-Abhängigen, die auf einen Entzugsplatz warten, würde stetig wachsen und der Konsum illegaler Drogen steige seit Jahren auch in Dortmund wieder an. Jugendliche, die Cannabis rauchen, hätten ein sechsfach höheres Risiko, später härtere Drogen zu konsumieren, als Jugendliche, die kein Cannabis zu sich nehmen, weiß Grollmann.
„Daher ist es unverantwortlich, die Schädlichkeit der Droge zu verharmlosen und einen regulierten Markt für Cannabis zu fordern. Wir setzen uns stattdessen für Verbesserungen bei der medizinischen Anwendung von Cannabis bei bestimmten Indikationen ein. Damit soll auch der Diskussion um den Eigenanbau die Grundlage entzogen werden. Mit einem begrenzten Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist jedoch keine Änderung der bewährten Prinzipien der Dortmunder Drogenpolitik verbunden“, so Grollmann abschließend.
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Sara Nelissen aus Dortmund-Süd | 16.10.2015 | 12:54  
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