43. Lehrlingslossprechung der Elektro-Innung Düsseldorf

Anzeige

103 Junggesellen und Junggesellinnen feierten am 10. März in den Rheinterrassen ihre Lossprechung. Im Handwerk ist die Lossprechung ein Symbol für das Ende der Ausbildung. Gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft feierte die Innung den Festakt mit einem bunten Unterhaltungsprogramm.

Unter den über 500 Gästen waren auch Bürgermeister Friedrich Conzen, die SPD-Landtagsabgeordnete Marion Warden, der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek, Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide sowie in Vertretung für die Ministerpräsidentin Staatssekretär Dr. Wilhelm Scheffer.

Mit der Übergabe ihrer Urkunden dürfen sich die ehemaligen Lehrlinge nun offiziell Gesellen und Gesellinnen nennen. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche können sie sich auch zum Meister weiterbilden. Innungs-Obermeister Georg Eickholt tadelte in seiner Rede die aggressive Abwerbepraxis einiger Headhunter, die angesichts des Facharbeitermangels in den Betrieben Meister und Monteure abwerben würden. „Direkte Abwerbung ist kein Kavaliersdelikt und schadenersatzpflichtig“, mahnte Eickholt. Gleichzeitig forderte er die Junggesellinnen und Junggesellen auf, in ihrem Ausbildungsbetrieb zu bleiben. Schließlich hätten die Betriebe in ihre Ausbildung investiert, um gute Mitarbeiter zu erhalten. Auch Flüchtlingen biete das Handwerk eine Perspektive, die ersten Praktikanten aus Syrien seien in ein ordentliches Ausbildungsverhältnis übernommen worden. „Auch hier zeigt das Handwerk Flexibilität und eine herzliche Willkommenskultur. Das ist gelebte Integration“, betonte Eickholt.
Angesichts des drohenden Dieselfahrverbots wünschte sich Eickholt von der Politik ein ausreichendes Zeitfenster für den Fahrzeugtausch und spezielle Förderprogramme für Handwerkerfahrzeuge. „Die finanzielle Belastung bei einem kurzfristigen Austausch würde sich für viele Unternehmen existenzbedrohend auswirken“, erklärte Eickholt.

„Mit ihrem Gesellenbrief stehen Ihnen nun alle Möglichkeiten, Karriere zu machen, offen“, sagte Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf. Die Ausbildung im Elektro-Handwerk sei eine der anspruchsvollsten. Auch wenn der Weg in der Ausbildung steinig gewesen sei, die Anstrengungen hätten sich gelohnt.

Martin Giehl, bei den Stadtwerken Düsseldorf Projektleiter für das Thema „Smart City“, sprach über die Chancen der Digitalisierung im urbanen Umfeld. Gerade aufgrund der Energiewende tue sich im Energiebereich viel. Und auch die Kommunikation findet immer mehr im Internet statt. Das Elektro-Handwerk sei der Partner für die Digitalisierung in der Smart City. Dies erfordere neue Kompetenzen und Herausforderungen. Mit ihrer Ausbildung seien die Gesellen aber hervorragend dafür aufgestellt.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.