"Der Geranienmann": Hochspannende Fiktion

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Fortuna in der 1. Bundesliga? Kein Problem. Das ganze für 25.000 Euro? Da können Manager und dem Trainer der Fußballmannschaft nicht Nein sagen. Es ist ein fiktives Szenario, das Rainer Kurlemann in „Der Geranienmann“ beschreibt. In dem Düsseldorf-Krimi wird mittels illegaler Gendatenbank nicht nur versucht, der angeschlagenen Fortuna auf die Beine zu helfen.

Firmen bekommen detaillierte Profile ihrer Mitarbeiter, Eltern die Zukunft ihres Kindes vorausgesagt, und wer das nötige Kleingeld mitbringt, erfährt natürlich, welche Krankheiten in ihm schlummern. Rainer Kurlemann ist promovierter Naturwissenschaftlicher und Wissenschaftsjournalist, hat sein Wissen mit in dieses Buch eingebracht. Aber, so lässt er seine Leser im Epilog wissen, können die Ergebnisse von Genanalysen derzeit nicht mit der hohen Sicherheit angewandt werden, wie das die handelnden Personen im Buch tun. Was der Spannung der Geschichte keinen Abbruch tut. Der Leser steigt ein in die scheinbar faszinierende Welt von Genforscher Johannes Wittjer und seinem Umfeld. Das Ganze spielt in Düsseldorf: Die Wehrhahnlinie fährt schon und das Fortuna-Büdchen am Rheinufer kommt auch vor, in Hamm steht mitten in der Nacht ein leuchtendes Schaf auf der Straße, und in Blumenkästen am Mietshaus wachsen berauschende Geranien.
Ein leichter Einstieg, der im ersten Moment mehr amüsiert, als zum Nachdenken anregt. Auch nach dem ersten Mord – eine enthauptete Frau wird im Hofgarten gefunden – kommt das Leben der Protagonisten nicht ins Stocken. Erst nach und nach geraten Wittjer, seine Freundin und eine Ärztin immer tiefer in die Geschehnisse rein. Wessen Kopf steckt im Reiskocher seines Mitarbeiters? Wer hat die leuchtenden Fische getötet? Wer ist verantwortlich für den Tod des russischen Präsidenten? Was hat ein Haufen Hundekot mit alledem zu tun? Die Leichtigkeit weicht der Spannung. Während die Stimmung also kippt, fängt sich der Leser spätestens an zu fragen: Wer ist gut? Wer ist schlecht? Wer hat Recht? Wie weit darf die Genforschung gehen? „Ein Ziel war, dass der Leser sich mit den neuen Techniken und Möglichkeiten auseinandersetzt. Die Entwicklung in der Forschung geht viel schneller als die Debatte in der Gesellschaft“, so der in Düsseldorf lebende Kurlemann, der den Zeitraum zwischen Idee und Fertigstellung des Krimis auf ungefähr zwei bis drei Jahre beziffert.
Auf „Der Geranienmann“ hat Kurlemann viel positive Resonanz bekommen. „Ich denke schon darüber nach, einen weiteren Krimi zu schreiben, der wieder in Düsseldorf spielen würde und auch wissenschaftliche Aspekte haben soll“, so Kurlemann. Rainer Kurlemann ist Wissenschaftsjournalist und hat mit "Der Geranienmann" seinen ersten Krimi herausgegeben. Das Cover von "Der Geranienmann"
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