Shrek - Das Musical: Deutsche Uraufführung in Düsseldorf

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Ob es zur Hochzeit zwischen Lord Farquaad und Prinzessin Fiona kommt? Foto: Veranstalter

Sie furzen und rülpsen um die Wette, dann stupsen sie mit ihren Hintern aneinander, sie drehen sich um, blicken sich in die Augen und es funkt. Ein schräger Moment? Vielleicht. Aber genau solche Momente zeichnen das Musical „Shrek“, das am Sonntag eine umjubelte deutsche Uraufführung im Capitol Theater feierte, aus.

Da ist die Prinzessin Fiona, die genauso wie Oger Shrek (Andreas Lichtenberger) mit sieben Jahren sich selbst überlassen wurde. Eine grazile Erscheinung hat Darstellerin Bettina Mönch, sie trägt ein Krönchen und ein feines Kleid, doch wenn sie den Mund aufmacht, wird es derb. Sie weist den großen und starken Oger zurecht, eine Frau, die genau weiß, was sie will – außer sie fühlt sich zurückgewiesen.

"Shrek" war ein Kassenschlager


Der Film „Shrek“ war ein Kassenschlager, und dieses Musical könnte in seiner deutschen Version auch einer werden. In zwei mal 70 Minuten wird die Geschichte der beiden erzählt: Wie Shrek die Prinzessin im Auftrag des fiesen und kleinwüchsigen Lord Farquaad (Carsten Lepper) aus ihrem Turm befreit, wie sie sich mit Shreks Begleiter dem Esel (Andreas Wolfram) auf den Weg zurück nach Duloc, einer künstlich erbauten Stadt, aus der alle Freaks verbannt wurden, machen, wie sich die beiden verlieben und Lord Farquaads ach so heile Welt, in der alle gleich sind, zerstören.

Max und Moritz sowie der Struwwelpeter sind auch dabei


„Shrek“ kommt in einer perfekten Inszenierung mit ausgefeilter Projektion und aufwändigem Bühnenbild sowie tollen Darstellern daher. Aber das Musical lebt auch von den schrägen Momenten, von kleinen Randerscheinungen wie einem aufgeblasenen Kermit der Frosch, der durch die Luft fliegt, oder einem kleinen Hasen, der bei einem hoch gesungenem Ton explodiert. Wenn eine Demonstration der Freaks - darunter Max und Moritz, der Struwwelpeter wie auch ein sprechendes Lebkuchenmännchen - im Gange ist, sollte der Zuschauer auch die Beschriftungen der Schilder beachten. Es gibt was zum Schmunzeln!
Und „Shrek“ lebt auch von der Moral der Geschichte.Ohne Pathos und eigentlich ohne Tam-Tam geht es hier um Freundschaft, um die wahre Liebe, um Ausgrenzung, um Aufbegehren, um Größenwahn und sein Scheitern. Das kommt an, bei großen und auch bei kleinen Besuchern.

Info

„Shrek“ läuft bis zum 4. Januar. Tickets gibt es unter Tel.: 7344-0 sowie www.shrek-das-musical.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Christina Görtz
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