Beate meets Christian Tramitz

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(Foto: Bild: ARD/TMG, Katrin Krammer)
Jetzt wird´s lustig! Die ARD startet im November mit der neuen Staffel der „Hubert und Staller“-Vorabend-Serie. Zum Auftakt gibt es die aufwendige Abendfilmproduktion “Die ins Gras beißen“ am Donnerstag, den 7. November um 20:15 Uhr. Am 6. November, immer mittwochs um 18:50 Uhr lösen „Hubert und Staller“ gemeinsam wieder spannende Fälle. Beate Scherberich (von Geschichte für alle) hatte das große Glück, gleich beide Hauptdarsteller, nämlich Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau, in Hamburg zu einem Gespräch zu treffen.

Beate: "Sind Sie jetzt heute extra von München nach Hamburg gereist?"

C. Tramitz: "Ja!"

Beate: "Welche Stadt finden Sie schöner, München oder Hamburg?"
C. Tramitz: "Hamburg."

Beate: "Wirklich? Warum?"
C. Tramitz: "Ich bin ein großer München-Fan. Ich wohne in München und bin auch dort aufgewachsen. Hamburg ist aber eine sehr lässige Stadt. Manchmal würde ich mir nur wünschen, dass das Wetter ein wenig besser wäre. Ich habe ein halbes Jahr hier gedreht und es gefällt mir sehr."

Beate: "Ist das bayerische Outback eine Herausforderung bei der Verbrechensbekämpfung?"
C. Tramitz: "„Outback“ ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Eigentlich drehen wir dort, wo es -sagen wir mal- „traditionell“ ist und die reichen Zugezogenen aufeinander treffen. Natürlich entstehen dort Reibungspunkte. Es herrscht nicht nur ländliche Idylle, sondern es handelt sich dort auch vielmehr um einen Platz, wo sehr reiche Leute sehr teure Häuser bauen. Genau das macht natürlich auch ein bißchen den Reiz aus. Bei „Hubert und Staller“ sind die Gegebenheiten nicht wie bei „Der Bulle von Tölz“, wo alles sehr regional und sehr ländlich gehalten ist. Die Gegend, die wir in Szene setzen ist eine der gefragtesten Gegenden in Deutschland.“

Beate: "Können Sie sich vorstellen, einen weiteren Bully-Film zu drehen?"
C. Tramitz: Ja, das Ganze ist sicherlich noch nicht abgeschlossen. Wir haben uns vor einiger Zeit alle bei mir zuhause getroffen. Bully hat uns dann praktisch „sein Kind“ vorgestellt und wir haben dann ein wenig rumgesponnen. Zum Schluss haben wir uns dann darauf geeinigt, dass „irgendwann vielleicht“ einmal noch ein Film entsteht. Bully hat natürlich viel zu tun. Er dreht unentwegt."

Beate: "Sie haben nun ihren ersten „Hubert und Staller“ in Spielfilmlänge gedreht. Sind noch weitere geplant?"

C. Tramitz: "Das ist zu einem hohen Maße von der Quote abhängig. Wenn diese sich als gut erweist, dann steht dem sicherlich nichts mehr im Wege. Gewillt sind wir alle, sowohl die Redaktion als auch die ARD. Wenn der erste Spielfilm gut funktioniert, kann ich mir natürlich vorstellen, dass wir noch einen drehen werden. Das macht natürlich mehr Spaß! Vor allem weil man mehr Zeit hat und wechselnde Drehorte nutzt. Ich empfinde das als angenehmer."

Beate: "Sie haben auch als Synchronsprecher bei vielen amerikanischen Produktionen mitgewirkt. Was kann deutsche Comedy von amerikanischer lernen?"
C. Tramitz: "Sehr viel. Am Beispiel der Sitcom wird das beispielsweise sehr deutlich. In diesem Bereich fehlen uns circa zwanzig bis dreißig Jahre. Es gibt in Deutschland kaum Sitcoms. Ich gucke zum Beispiel gerne „Big Bang Theory“ oder "Two and a half men“, … allerdings nur die Folgen mit Charly Sheen. Außerdem schaue ich sehr gerne „King of Queens“. Das ist, finde ich, Sitcom in Perfektion. Das Ergebnis sieht gut aus und beinhaltet wahnsinnige Dialoge. In diesem Bereich haben die Deutschen einiges zu tun. Hier haben irgendwie alle Angst davor, Sitcoms zu produzieren. Verständlicherweise."

Beate: "Vielleicht herrscht in Deutschland auch eine andere Mentalität vor?"
C. Tramitz: "Ja, das glaube ich schon. Besonders die jungen Menschen schauen alle Comedy. Die Leute haben anhand von „Two and a half men“ gelernt, wie Comedy aussehen kann. Daher ist der Anspruch natürlich wesentlich größer geworden. Wer jetzt damit anfängt, Comedy in Deutschland zu machen, wird natürlich verglichen, obwohl das zur Verfügung stehende Budget oft deutlich niedriger ist. Natürlich kommen nur die erfolgreichsten Produktionen aus den USA nach Deutschland.“

Beate: "Sie arbeiten bei "Hubert und Staller" zu zweit im Team. Wie wichtig ist Teamarbeit?"

C. Tramitz: "Teamarbeit ist das Wichtigste überhaupt. Wir haben aktuell das Glück, dass wir einfach ein unglaubliches Ensemble haben. Dass Karin Thaler, Annett Fleischer, Carin Tietze absolut gleichwertig sind, hat man heute gesehen. Auch Michi Brandner als Girlitz [Michael Brandner, Anmerkung der Redaktion] ist einer meiner ganz großen Lieblinge. Wenn wir ihn nicht als Gegenpart hätten, könnten wir nicht so funktionieren wie wir es tun. Wir brauchen diesen starken Antagonisten, wir brauchen die anderen Ensemblemitglieder, sonst würden wir im luftleeren Raum nicht existieren können."

Beate: "Wie war die Zusammenarbeit mit Herrn von Lüttichau?"

C. Tramitz: "Die Zusammenarbeit mit Herrn von Lüttichau war super. Wir kennen uns jetzt seit 35 Jahren und es funktioniert einfach. Klar, wir sind nicht immer einer Meinung und es gibt auch Diskussionen, aber letztendlich macht es nach wie vor wahnsinnigen Spaß."

Beate: "Kommen Leute im privaten Bereich auf Sie zu und sagen: „Ah, der Ranger! Na? Mit der Gesamtsituation zufrieden?“
C. Tramitz: Ja, das kommt vor! In erster Linie sind das Kinder. Sie beobachten viel genauer. Wenn ich durch die Stadt gehe, fällt mir auf, dass mich die Kleinen immer eher erkennen und merken, dass ich doch der aus dem Film bin. Die Kinder sagen das dann den Erwachsenen, und die Erwachsenen kommen dann und fragen `Entschuldigung, kann ich ein Autogramm für meinen Sohn haben?`. Aber ist vollkommen richtig `Gesamtsituation´, `Käpt’n Kirk´ und `Ranger’ sind Worte, die ich häufiger zu hören bekomme. Neuerdings aber auch ‚Hubert’."

Beate: "Sicher erlebt man mit den Fans auch lustige Situationen: Können Sie sich an ein besonderes Erlebnis erinnern?"

C. Tramitz: "Die lustigste Anekdote ist mir in Hamburg passiert. Das war letztes Jahr bei der Pressekonferenz. Wir waren abends in einer Bar. Da kamen zwei sehr hübsche Mädels und haben gefragt, ob sie ein Foto haben können. Ich stelle mich also zwischen die beiden und sie gucken mich ganz komisch an. Sie wollten, dass ICH SIE fotografiere. Sie haben mich gar nicht erkannt. (Lacht). Das waren Touristinnen, die ein Foto von sich haben wollten und haben einen Deppen gesucht, der ein Foto macht. Wir haben uns totgelacht… ."
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2 Kommentare
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Willi (Wilfried) Proboll aus Kamp-Lintfort | 12.09.2013 | 16:19  
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 12.09.2013 | 21:36  
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