Sirenentest verlief erfolgreich

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Düsseldorf: Düsseldorf | 81 Sirenenanlagen überprüft/226 Rückmeldungen von den Bürgern erfasst.
Erfolgreich verlief der Probealarm der 81 Sirenen im Düsseldorfer Stadtgebiet am Mittwoch, 5. April, so bilanziert die Feuerwehr. Planmäßig um 11 Uhr gaben die Warnanlagen das Signal "Entwarnung" mit einem einminütigen Dauerton. Um 11.06 Uhr folgte das Signal "Warnung", ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton, wodurch die Düsseldorfer im Ernstfall aufgefordert werden, schnellstmöglich Gebäude oder Wohnungen aufzusuchen und das Radio einzuschalten. Der Probealarm wurde um 11.12 Uhr mit einer erneuten "Entwarnung" beendet. 226 Menschen meldeten sich bei der Feuerwehr, um sich zu erkundigen oder Hinweise zum Probelauf zu geben. 55 Rückmeldungen wurden am Gefahrentelefon im Zusammenhang mit dem Sirenenprobelauf entgegengenommen. Rund 146 Personen meldeten sich über Facebook.
Das im letzten Jahr installierte Überwachungs- und Rückmeldesystem wurde ebenfalls beim heutigen Sirenenlauf mit getestet und erwies sich bereits in der Vergangenheit als eine erfolgreiche Investition: Einige Warnanlagen liefen nur teilweise oder gar nicht, was im Auswerteprotokoll des neuen Systems schnell zu erkennen war. Auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung über die verschiedenen Kanäle wurden mit aufgenommen. Die somit erlangten Informationen werden in den fortlaufenden Prozess zur Verbesserung der Warnmöglichkeit der Bevölkerung über die Sirenen mit einfließen. 26 Menschen (Dezember 2016: 65; April 2016: 35) riefen über den Notruf 112 die Leitstelle der Feuerwehr an, da sie teilweise weder von dem Funktionstest gehört hatten, noch wussten, was in diesem Fall zu tun ist. Erfreulich: Die meisten Anrufer waren durch die breit gefächerte Berichterstattung der Medien und in den sozialen Netzwerken informiert und meldeten aus allen Stadtteilen, ob und in welcher Lautstärke die Sirenen zu hören waren. In einigen Einzelfällen berichteten Anrufer, dass die Sirene vermutlich nicht mitgelaufen oder zu leise gewesen sei, so beispielsweise in Bereichen der Stadtteile Friedrichstadt und Oberkassel. In den nächsten Tagen werden durch die Feuerwehr alle Rückmeldungen zu den Anrufen, vielen Kommentaren und Nachrichten in den sozialen Netzwerken ausgewertet und überprüft sowie erkennbare Fehlerquellen abgestellt. Das Ergebnis der noch ausstehenden Auswertung wird dazu genutzt, um eventuell noch vorhandene Beschallungslücken mit zusätzlichen Anlagen zu schließen oder bestehende Anlagen aufzurüsten und somit die Wahrnehmung des Sirenenalarms zu verbessern. Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelte Warnmedium NINA, als Kurzform für Notfall-Informations- und Nachrichten-App, informierte die Bevölkerung zusätzlich vor und während des Probelaufs über die Sirenenauslösung. Der nächste Probealarm der Sirenen ist für Herbst 2017 im Stadtgebiet Düsseldorf geplant.
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