600 Euro erradelt

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Dr. Grunwald freut sich über die Spende, die ihm eine Abordnung der Radler überreichte. Foto: Jörg Terbrüggen
Emmerich. Es ist die Art von Terminen, die Doktor Heinz Grunwald gerne wahrnimmt. Helfen sie doch kleinen Kindern aus Krisengebieten einen nötigen Aufenthalt im Willibrord-Spital zu finanzieren.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Handchirurg für Kinder aus Aserbaidschan, Usbekistan und anderen Krisenregionen, die für nötige operative Eingriffe aus dem Friedensdorf Oberhausen in das Emmericher Krankenhaus kommen. 14 waren es alleine in diesem Jahr, die für mehrere Wochen in der Klinik verweilten. Meist geht es hier um Fehlbildungen, Verbrennungen und Schädigungen aus Kriegswirren. Auf der Station werden die Kinder mittlerweile von einer eigens für sie eingestellten Fachkraft betreut. „Sie wäscht sie, füttert sie und begleitet sie sogar bis zum OP“, freute sich Dr. Grunwald. Dank zahlreicher Spenden konnte die Frau im Oktober 2011 anfangen.
Zwei neue Patienten stehen für das nächste Jahr schon wieder fest. Damit sich die Aufenthalte realisieren lassen, ist der Förderkreis auf Spenden angewiesen. Zu den „Stammkunden“ gehören hier sicherlich die Radler der evangelischen Kirchengemeinde. Seit 1996 existiert die Gruppe. Was mit zwölf bis 15 Personen begann, ist heutzutage auf knapp 50 Personen angewachsen. Den Grund für den sprunghaften Anstieg beschreibt Wolfgang Heiden. „Im Jahr 2000 hat sich eine andere Gruppe aufgelöst, viele wechselten zu uns.“ Doch nicht alle der 50 treten auch regelmäßig in die Pedalen. „Im Schnitt sind wir zwischen 23 und 25 Personen.“
In der alten Gruppe war es uso, dem Gruppenleiter für jeden gefahrenen Kilometer einen Euro zu überreichen. „Das haben wir übernommen, allerdings unter der Voraussetzung, dass dieses Geld dem Förderkreis Kriegskinder gespendet wird“, gab Wolfgang Heiden an. Seit 2006 engagieren sich die Radler nun schon für den Förderkreis. 700 Euro sind jetzt zusammen gekommen, die Dr. Grundwald jetzt entgegen nehmen konnte. Hinzu kam noch eine Spende von 100 Euro. „Die habe ich von einer Nachbarin erhalten, die auf ihre Zigarillos verzichtete un d zwei Euro an die Seite gelegt hat“, freute sich Wolfgang Heiden.
Die Radgruppe der evangelischen Kirchengemeinde ist übrigens immer vom 1. Mai bis Ende Oktober unterwegs. „Wir fangen mit 45 bis 50 Kilometer an und steigern uns dann von Monat zu Monat bis auf 75 Kilometer.“ Treffpunkt ist jeden Donnerstag am evangelischen Gemeindezentrum an der Hansastraße. „Einmal im Jahr, meist zur Emmericher Kirmes, machen wir dann auch eine Dreitagestour.“ Die Anreise findet dann mit der Bahn statt, ehe sich die Pedalritter dann auf ihre Räder schwingen.
Der älteste Teilnehmer ist übrigens Dieter Behrendt mit stolzen 80 Jahren.
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