Im Kreise der Ehemaligen

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Knapp 100 Ehemalige trafen sich im Foyer des Stadttheaters zum Treffen. Foto: Ralf Beyer

Dunkle Wolken zogen über der Realschule auf. Doch das hatte nichts mit dem auslaufenden Schulmodell in Emmerich zu tun, sondern vielmehr mit dem miserablen Wetter am vergangenen Freitag. Die Ehemaligen ließen sich ihre gute Laune im Foyer des Stadttheaters dadurch aber nicht verderben.

Eigentlich hatten die Organisatoren des wohl letzten Ehemaligen-Treffens mit einer größeren Resonanz gerechnet. Doch am Nachmittag war so gut wie gar nichts los, obwohl man doch extra noch über 20 Kuchen gespendet bekam. Am frühen Abend aber füllte sich das Foyer des Theaters, das den Gästen aus Nah und Fern eine gemütliche Atmosphäre bot. „Der Run war vorher sehr groß, viele haben sich darauf gefreut und wollten auch kommen“, bemerkte Jürgen Straetmans, stellvertretender Schulleiter und einer der Organisatoren.
Doch die Ernüchterung kam ziemlich schnell, denn nur um die 100 meldeten sich zu diesem Treffen an. Dabei waren alle Ehemaligen, die in den letzten 50 Jahren die Realschule besucht hatten, eingeladen. „Beim letzten Treffen im Jahr 2011 hatten wir über den Tag verteilt rund 700 Leute hier.“ Diese Zahl wurde Freitag allerdings um Längen verfehlt. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Überall saßen Ehemalige zusammen und plauderten, tranken ein frisch gezapftes Bierchen oder ein Glas Sekt, stärkten sich am Büffet. Draußen waren extra zwei Zelte aufgebaut, die Stehtische allerdings blieben meist verwaist. Schulleiterin Christiane Feldmann bemerkte in ihrer kurzen Ansprache: „Die Realschule geht bald in Pension, umso schöner ist es wenn wir das genießen.“

Unterhaltsamer Abend

Konrektorin Doris Hemsing-Vogl: „Ich habe schon Eltern und Kinder unterrichtet. Wenn der Erste zu mir sagt, meine Oma hat schon bei ihnen Unterricht gehabt, dann gehe ich in Pension.“ Es war halt ein unterhaltsamer Abend. Das fand auch Detlef Mentel, der sich aus Wildeshausen bei Bremen auf den Weg nach Emmerich in seine alte Schule gemacht hatte. Von 1969 bis 1971 war er hier im Unterricht gewesen. Neben vielen alten Fotos hatte Mentel auch noch ein Klassenarbeitsheft von 1971 mitgebracht. Übrigens gehen seine Nichte und sein Neffe ebenfalls auf die Realschule. Bei seiner Mutter übernachtete er.
Wolfgang Heimann und seine Frau Marion sowie die drei Kinder Melanie, Anja und Christina waren ebenfalls allesamt hier zur Schule gegangen. Wolfgang Heimann war sogar neun Jahre Schulpflegschaftsvorsitzender. „Ich habe den Neubau der Turnhalle mitgemacht und auch den IKEA-Anbau. „Grüß dich Wolfgang“, sagte dann plötzlich eine ehemaliger Schulkollege, der vor 41 Jahren aus der Realschule entlassen wurde. Zur musikalischen Unterhaltung spielte am Abend auch die Band „Gene at work“ auf, in der Jürgen Straetmans mitspielte.

Ältere Lehrer nicht da

Leider waren einige ältere Lehrer aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, an dem letzten Ehemaligentreffen teilzunehmen. Gisela van Laak, die 30 Jahre als Sekretärin in der Schule arbeitete, ließ es sich dagegen nicht nehmen vorbei zu schauen. „2019 werden wir das Schiff dann wohl in den Hafen fah-ren“, bemerkte Jürgen Straetmans zum Schluss.
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