Marodes Haus und wilde Müllkippe

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Ein solches Bild bietet sich zurzeit dem Betrachter an dem leerstehenden Haus auf der 's-Heerenberger Straße. Fotos: Jörg Terbrüggen

Der Boden ist aufgeweicht. Nur ein paar Schritte in das kleine Wäldchen an der ‘s-Heerenberger Landstraße hinein stoße ich schon auf den ersten weggeworfenen Müll. Das ist allerdings längst nicht alles, was Unbekannte hier entsorgt haben. Ich finde hier eine wahre Müllkippe.

Das leerstehende Haus hat die besten Tage längst hinter sich. Etwas versteckt liegt es in dem kleinen Wäldchen an der Ecke ‘s-Heerenberger Straße, B220. Eigentlich fällt es kaum auf, wenn man nicht gerade den Blick schweifen lässt. Und genau das habe ich vor ein paar Tagen getan, als ich von einem Termin kam. Ein paar Tage später erkunde ich die Umgebung mit Kamera und Block bewaffnet.
Was ich hier zu Gesicht bekomme, ist schon erschreckend. Überall liegt Müll herum. Eine der Türen ist verbarickadiert. Auf dem Schild steht: „Betreten verboten. Eltern haften für Ihre Kinder.“ Eigentlich ein Witz, denn nur ein paar Schritte weiter komme ich vollkommen problemlos in das Haus. Keine Absperrung, keine Bretter vor Türen und Fenstern.

Zaun nicht mehr vorhanden

Dachlatten hängen in dem Vorraum, in einem Zimmer stehen noch ein paar Stühle herum. Ansonsten sieht hier alles heruntergekommen aus. Das Haus steht ja auch schon länger leer. Ich finde Tür- und Fensterrahmen, jede Menge Flaschen, Schuhe, Autoreifen, alte Matratzen und einige bis oben hin gefüllte gelbe Säcke. Ein alter Staubsauger wurden hier ebenso entsorgt wie ein alter Video-Kassettenrekorder. Hier hat man bereits den Deckel abmontiert, sodass das Innere sichtbar wird.
Der Zaun, der sich einmal offensichtlich um das ganze Grundstück herum gezogen hat, ist an der Seite längst nicht mehr vorhanden. Und auch hier das gleiche Bild: Müll. Jede Menge Mobilar fliegt hier herum. Ob es einmal zum Haus gehört hat, weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls kommt man auch hier problemlos bis an das Haus heran. Auch hinter dem Haus liegt jede Menge Holz, allerdings hinter einem noch vorhandenen Zaun.
Ich habe genug gesehen und fotografiert. Jetzt frage ich mal bei der Stadtverwaltung nach, was die in einem solchen Fall unternehmen kann. „Es handelt sich hierbei um ein Privatgrundstück. Ich werde den Eigentümer aber über die Zustände informieren“, so Bürgermeister Johannes Diks. „Wir als Stadt haben nur dann die Möglichkeit einzugreifen, wenn eine Gefahr von dem Objekt ausgeht. Wenn zum Beispiel Ratten dort wären.“
Als der Bürgermeister allerdings erfuhr, dass man problemlos in das marode Haus gelangen könnte, bemerkte er: „Das werden wir sofort der Ordnungsbehörde melden.“
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 10.04.2013 | 14:56  
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