BAB-Ausfahrt Emmerich: Bäume werden gestutzt

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Direkt an der Autobahnausfahrt Emmerich (von Elten kommend) erläuterten Dr. Frank Eilermann (links) und Andreas Raedt die Pläne der Abholzungen. Foto: Jörg Terbrüggen

Es ist fast wie in einem kleinen Biotop. Zahlreiche Tierarten haben sich hier in dem dichten Baumbestand entlang der Autobahn 3 angesiedelt. Doch an der Ausfahrt wird es in den nächsten Tagen etwas ungemütlich, denn der Landesbetrieb Straßenbau lässt Gehölzarbeiten durchführen.

„Hier ist lange nicht gepflegt worden. Da gibt es einiges zu tun“, brachte es Andreas Raedt, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr der Autobahnniederlassung Krefeld auf den Punkt. Genauer gesagt, das Sichtraumprofil Richtung Fahrbahn ist zugewachsen und soll nun in einem Radius von etwa zehn Metern zur Fahrbahn bis auf den Stock beseitigt werden. Auf den Stock heißt, die Bäume werden bis kurz über den Boden abgesägt, die Wurzeln aber bleiben im Boden.
„Die treiben dann relativ schnell wieder aus“, so Dr. Frank Eilermann vom NRW-Betriebssitz Gelsenkirchen. Sie bilden einen neuen so genannten Gehölzsaum. Der ist weniger gefährlich für Fahrzeuge und deren Insassen. Denn: die Bäume haben hier schon eine stattliche Höhe von knapp 20 Metern. Fällt einer dieser Bäume um, kann er auf die Fahrbahn schlagen und Autofahrer gefährden.

2.000 Quadratmeter werden gestutzt

Dem will man durch die geplanten Maßnahmen jetzt entgegen wirken.
Hier im Dickicht an der Anschlussstelle Emmerich fällt allerdings nicht jeder Baum. „Der innere Teil bleibt erhalten“, verdeutlichte Dr. Eilermann auf einem Plan, fügte aber hinzu: „es sei denn, es handelt sich um kranke Bäume.“ Rund 8.000 Quadratmeter Fläche bleibt demnach bestehen, knapp 2.000 Quadratmeter werden gestutzt. Es handelt sich um Eschen und Ahorn in den Außenbereichen, im Innern um Pappeln, Erlen und Haselnuss Unterstand.
„Wir haben die Fläche lange sich selbst überlassen. Das geht so nicht mehr, wir müssen hier in einem Rhythmus von zehn Jahren ran“, bemerkte Andreas Raedt. Erfahrungen aus den Sturmereignissen „Kyrill“ und „Ela“ machen diese Maßnahme erforderlich. Im Bereich der Anschlussstellen Emmerich und Elten werden die vorhandenen Gehölze innerhalb eines Abstandes von sechs bis acht Metern zur Fahrbahnkante entfernt.
„Der Autofahrer muss die Möglichkeit haben, wenn er die Ausfahrt Emmerich benutzt, problemlos vorausschauen zu können, ob sich ein Hindernis auf der Fahrbahn befindet. Das kann er bei dem jetzigen Zustand nicht“, verdeutlichte Dr. Eilermann.
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