Herzen gegen Schmerzen

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Die Herzkissengruppe: Annelie Scheffer, Brigitte Weckmann, Christa Koenen (Vierte v. links), Brigitte Puckert, Inge Gast-Galdiks (Dritte v. rechts) und Angelika Müsken. Gelegentlich ist auch Brigitte Weckmanns Ehemann Michael dabei und hilft den Frauen.
Sie sehen nicht nur schön aus und fühlen sich gut an, sondern sind auch zweckmäßig: Kissen in Herzform helfen Frauen, den Schmerz nach einer Brustkrebsoperation zu lindern. Zwei Reeserinnen unterstützen die Herzkissengruppe am Marienhospital Wesel. Auch Patientiennen aus dem Raum Emmerich und Rees profitieren von der Aktion.

„Die Kissen haben längere „Ohren“, denn so können die Frauen nach einer Brustoperation sich diese bequem in die Achselhöhle schieben“, erzählt die Reeserin Christa Koehnen. Die gelernte Krankenschwester gehört seit zwei Jahren einer „Herzkissengruppe“ an, die Kissen für Brustkrebsoperierte Frauen fertigt.

Positives Feedback von den Patientiennen

Die Idee dazu stammt ursprünglich aus Amerika und gelangte über die dänische Krankenschwester Nancy Frits-Jensen bis nach Wesel. „Wir treffen uns alle sechs Wochen im Haus der Gesundheit am Marien-Hospital oder auch privat, um zu nähen, zu häkeln und zu stopfen.“ Die Reeserin, die seit 13 Jahren auf der Sinologie am Marienhospital in Wesel tätig ist, tätig ist, ist zuständig fürs Stopfen der Kissen, fürs Organisatorische oder einfach für das Besorgen von Material. „Seitens der Patientinnen gibt es ein durchweg positives Feedback, sie empfinden die Herzkissen als sehr angenehm“, weiß die Krankenschwester. „Die Kissen verhindern, dass Haut unangenhm an Haut haftet“, sagt sie.
Eine andere Dame aus Mehr und vier weitere Frauen aus den Kreisen Wesel und Kleve (unter anderem Wesel, Hamminkeln und Sonsbeck) treffen sich regelmäßig, um die Kissen, die sie zu Hause zugeschnitten und vorbereitet haben, mit Watte zu befüllen und zuzunähen. Sogenannte Breast Care Nurses – Krankenschwestern mit spezieller Weiterbildung – verschenken die Kissen dann an Patientinnen des kooperativen Brustzentrums Wesel mit den beiden Standorten Marien-Hospital und Evangelisches Krankenhaus.

Auch Patientinnen aus Emmerich profitieren von der Aktion. Für die Kinder von erkrankten Frauen gibt es extra kleine Herzkissen. Darüber hinaus fertigen die kreativen Näherinnen besondere Umhängetaschen aus Baumwolle, in die onkologische Patienten ihre Redonflaschen zum Auffangen von Wundflüssigkeit stecken können. Zum Transport von Urinbeuteln sind diese Taschen ebenfalls geeignet.

Um anderen eine Freude machen zu können, sind die fleißigen Näherinnen auf Unterstützung angewiesen. Sie bitten, ihnen Stoffe oder Stoffreste (am liebsten Baumwolle) zur Verfügung zu stellen. Sie freuen sich auch über Sockengarn, Nähgarn und Füllmaterialien. Wer Geld für den Kauf von Stoffen geben möchte, kann das ebenfalls unter folgendem Spendenkonto tun:
AktionB-Brustgesundheit am Niederrhein e.V., Verbands-Sparkasse Wesel, Konto 290593, BLZ 356 500 00. Bitte Verwendungszweck „Spende Herzkissenaktion“ angeben.

Info:

Seit zwei Jahren gibt es die ehrenamtliche Herzkissengruppe, durch die pro Jahr jeweils rund 500 Kissen und Taschen entstehen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Manche Patientinnen nutzen die Kissen monatelang und mögen sie nicht wieder hergeben.
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