Grenzenlose Nachbarschaftshilfe („Ham Spirit“ der Funkamateure)

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unsere Tüftler (von l nach r) Hermann Römer (DF5EO), Voker Detering (DL1EGF), Bernhard Flür (DB1AE), Willi Bienemann (DL3WB) und auf dem Tisch ist das Relais-Funkgerät zu erkennen.
 

Die Emmericher Funkamateure stellen ihren griechischen Funk-Freunden eine Relais-Funkstelle zur Verfügung.



Bei den lizenzierten Funkamateuren nennt sich diese Nachbarschaftshilfe,“ Ham Spirit“,( v. engl. aus radio ham „Funkamateur“ und spirit „Geist“).

Ein Ehrenkodex der Funker, welcher nicht nur „vor der eigenen Haustür“ gelebt wird, sondern internationale Gültigkeit besitzt.


Griechische Funkamateure, in der Nähe von Thessaloniki (Katerini, ca. 70 km entfernt), nehmen Kontakt mit einem Mitglied der Emmericher Funkamateure auf.

Willi Bienemann aus Kleve, lizenzierter Funkamateur und Mitglied im Ortsverband der Emmericher Funker, ist ein ausgesprochener Fan griechischer Landschaften und erfreut sich an seinem Feriensitz in Griechenland.

Selbstverständlich reist „die Funke“ auch immer mit und so entwickelt sich sehr schnell eine Freundschaft und Partnerschaft zu und mit den griechischen Funkamateuren.

Sprachbarrieren gibt es nicht, die Funker unterhalten sich in Englisch.

Das Problem der griechischen Funkamateure, ist physikalischer Natur.

Funkwellen wollen sich möglichst „ungestört“ ausbreiten, quasi über alle Hindernisse hinweg. Alles, zum Beispiel, hohe Gebäude oder natürliche Gegebenheiten, wie Berge, dämpfen diese Funkwellen und machen eine Verständigung untereinander nahezu unmöglich.

Abhilfe kann nur ein hoher Standort bieten. Vereinfacht ausgedrückt, wenn ein Sender hoch genug installiert werden kann, dann erreichen die Funkwellen auch die entlegensten Winkel.

Das ist übrigens auch der Grund dafür, warum die kommerziellen Mobilfunkdienste ihre Funkantennen auf hohen(!) Gebäuden oder auf geologisch erhöhten Gebieten montieren.

So ähnlich gehen auch die Funkamateure vor. Sie platzieren Relais-Funkstellen auf hohen Standorten.

Funkamateure mit kleinen Handfunksprechgeräten nehmen Kontakt mit der „Verteilerstelle“ auf, der Relais-Funkstelle, und diese Relais-Funkstelle sendet die Funksignale selbständig weiter, eben an andere Funkamateure.

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Wir stehen vor einem riesigen Berg und dahinter, da wartet unser Gesprächspartner auf Antwort. Funkwellen können diesen Berg nicht durchdringen. Wenn jetzt, oben auf dem Berg eine Relais-Funkstelle installiert ist, dann nimmt diese Funkstelle das Signal auf und leitet es automatisch weiter, an den Empfänger hinter dem Berg.

Das ist das ganze Geheimnis der Relais-Funkstelle.

Und solch eine Relais-Funkstelle, ein modifiziertes Funkgerät, das hat Willi unseren griechischen Funkfreunden zur Verfügung gestellt, gebaut von den Emmericher Amateurfunkern.

Jetzt können sich unsere Funkfreunde rund um Thessaloniki , der zweitgrößten Stadt in Griechenland, endlich ungestört untereinander unterhalten.

Amateurfunk verbindet die Welt. Funkwellen kennen keine Landesgrenzen, überwinden (fast) alle Hindernisse und deshalb ist dieses Hobby so außergewöhnlich.

Unser Dachverband, der DARC, der Deutsche Amateur Radio Club e.V. mit Sitz in Baunatal, ist die größte Interessenvereinigung in Deutschland. Mit über 1000 Ortsverbänden setzt sich der DARC für die Belange der Funkamateure ein.

Wir, die Emmericher Amateurfunker, sind ein Teil dieser Gemeinschaft und freuen uns immer, wenn uns Interessenten besuchen. Freitags, ab 20:00 Uhr und sonntags, ab 11:00 Uhr, sind die Türen unseres Clubheims immer offen.

Unser Clubheim befindet sich in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Liebfrauenschule an der Speelbergerstrasse. Links, vom Haupteingang, führt eine Tür ganz nach oben in unser Clubheim. Besucher sind immer herzlich willkommen. Und wir beantworten Euch jede Frage, rund um das Thema Amateurfunk.

DARC e.V.
Deutscher Amateur Radio Club e.V.
Ortsverband Emmerich am Rhein, L04

F. Wilhelm Thielen (DC1WTH)
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