Schottenrock-Spektakel im Hülsenbecker Tal - 6. Ennepetaler Highland Games ein voller Erfolg

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Der Kampf mit dem Reifen sollte kein leichter werden. (Foto: mar)
 
Einmal selbst etwas schmieden? Kein Problem. (Foto: mar)
Ennepetal: Hülsenbecker Tal |

Am vergangenen Wochenende erklangen im malerischen Hülsenbecker Tal wieder einmal schottische Klänge und Dudelsackmusik, vereinzelt hörte man Kampfschreie und lautstarkes Anfeuern: Es war wieder Zeit für die mittlerweile traditionellen Highland Games.

Seit nun mehr sechs Jahren veranstaltet die Interessengemeinschaft Altenvoerde die Games und zieht damit jedes Jahr aufs Neue starke Männer und kampfesmutige Frauen aus Nah und Fern ins Hülsenbecker Tal: Höher, schneller weiter. Das ist das Ziel in den insgesamt sieben Disziplinen. Darunter finden sich der klassische Baumstammwurf, der Hülsenbecker Parcours, Reifenschubsen, Seilziehen, der Farmers Walk, Schöpfa und für die Frauen in diesem Jahr zum ersten Mal das Schubkarrenrennen bzw. für die Männer das Sackschlagen.
Bei strahlendem Sonnenschein, in karierten Schottenröcken und passenden Teamtrikots, mit Standarten und kreativen Kampfansagen starteten die Clans, wie sie auch in Fachkreisen genannt werden, nach der Begrüßung durch die IG Altenvoerde und Bürgermeisterin Imke Heymann in die Spiele.

Schweißtreibende Disziplinen

Neben Muskelkraft und Ausdauer waren in den verschiedenen Wettkämpfen besonders Teamgeist und Willensstärke gefordert. Aufgeben kam nicht in Frage! So schlugen sich die Männer Strohsäcke um die Ohren, bis der erste vom Holzbalken fiel, die Damen rasten mit Schubkarre durch einen Slalomparcours möglichst ohne dabei ein Glas Wasser auf einem Tablett zu verschütten. Gemeinsam stellte man sich mit Baumstamm auf der Schulter dem Hülsenbecker Parcours, schubste den Treckerreifen so oft es ging von einer auf die andere Seite, transportierte mit Krügen Wasser über eine Holzwand, lief mit schweren Gewichten in der linken und rechten Hand einen Slalomkurs und warf den über 3m langen Baumstamm so, dass er sich möglichst gerade einmal überschlug. Beim Seilziehen war dann zu guter letzt die Kraft und das Durchhaltevermögen aller Teammitglieder gefragt.
Unterstützt wurden die Highländer von den zahlreichen Besuchern, Jung und Alt waren gekommen, um sich das Schotten-Spektakel anzusehen und ihre Favoriten lautstark anzufeuern. Dabei freuten sich Veranstalter und Zuschauer über die (highland-untypische) Hitze, für die Clans ging es dagegen schweißtreibender zu. Aber mit etwas kühlem Gerstensaft, der zu Genüge floss, konnten sich die Kampfeslustigen verdient erfrischen.
Neben den spannenden Duellen ist auch immer wieder der weiter wachsende schottische Markt ein Anziehungspunkt für Schaulustige: Von englischer Bierbraukunst bis hin zu Schmuck und Handwerk sowie frischem Brot, Honig und weiteren süßen und salzigen Köstlichkeiten, war auch hier für jeden etwas dabei. Untermalt von schottischer Live-Musik lud Ennepetal auch in diesem Jahr zu einem ereignisreichen Tag für die ganze Familie, denn auch die Kleinsten durften bei den Mini-Highland-Games schon mal für die nächsten Jahre üben.

Die diesjährigen Sieger der Games

Dennnoch konnte es am Ende nur einen Sieger geben: Mit großem Abstand holten die Jungs der "Krampen" den lang ersehnten ersten Platz, das bedeutet 100 Liter Bier fürs Team. Bei den Frauen konnte das Team "McKönnses" ihren Pokal weiter verteidigen.
Am Ende ließ man die Spiele, ob gewonnen oder nicht, bei kühlen Getränken und Musik gemeinsam ausklingen. Und schnell stand fest: Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder zu den 7. Ennepetaler Highland Games!
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