Hilfe für Lesotho - Lesung und Infos über Afrikaprojekt

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Elke Karpinski aus Heidhausen organisiert die Lesung im Verein "kunstwerden".
 
Trotz der großen Armut sind die Kinder immer fröhlich. (Foto: Yes, we care)

Wenn Elke Karpinski von ihrer Reise nach Lesotho erzählt, dann glänzen die Augen. Hinter jedem Wort ist die tiefe Verbundenheit mit den Menschen und der Natur des Landes in Südafrika und Lesotho zu erkennen. Im März begleitete die Heidhauserin zusammen mit Ehemann Ulrich einen Hilfstransport der Organisation "Yes, we care".

Mit dabei war auch Helga Ahlbach, durch ihren Kontakt kamen die Heidhauser überhaupt dazu. Wie genau die Arbeit vor Ort aussieht und wie Interessenten den armen Kindern vor Ort selbst helfen können, wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung in den Räumen des Vereins "kunstwerden" an der Ruhrtalstraße 19 am Mittwoch, 14. September, ab 19.30 Uhr eingehend beantwortet. Der Eintritt dazu ist frei.

Lesung am 14. September

Organisatorin Elke Karpinski freut sich, mit" kunstwerden" einen Veranstalter gefunden zu haben. Dr. Irina-André-Lang berichtet in einer Mischung von Lesung und Vortrag über ihr Leben als Kindärztin in Südafrika und wie sie dazu gekommen ist, die Kinder in Lesotho, vornehmlich der Pitseng Highschool zu unterstützen. Vor zwei Jahren hat sie Irina André-Lang während deren Lesereise in Deutschland kennengelernt und ihr angeboten, im Raum Essen Veranstalter zu finden.

Spannend war es, erinnert sich Elke Karpinski rückblickend an ihre Reise: "Die Erzählungen von Helga Ahlbach und die Bilder für die Kalender von Dr. Irina André-Lange standen am Anfang für unseren Wunsch, den Hilfstransport in diesem Jahr zu begleiten. Bei den zwei Lesungen im vergangenen Jahr waren auch Mitglieder aus unserem Gospelchor der Ev. Kirche Werden anwesend. Von ihnen kam auch die Idee, ein Patenkind zu fördern. Irina lud uns zusammen mit Helga ein und schlug vor, dass wir stellvertretend für den Gospelchor unser Patenkind kennen lernen und begrüßen könnten. Unsere erste Reise nach Südafrika wurde geplant."

Die Spannung steigt

Am 3. März war es schließlich soweit und die drei Helfer starteten von Düsseldorf über London nach Johannisburg und von dort nach Durban, wo sie zunächst ins Wohnhaus von Irina André-Lang und Peter Lang fuhren.
"Dass für den Hilfstransport die Hauptarbeit schon vorher gelaufen war, davon zeugten zig Pakete überall im Haus und die bereitstehenden Hänger."
Auf einer ersten Etappe wurden im Frischemarkt noch zusätzliche, frische Waren gekauft, so dass sich die Kinder der Pitseng-Highschool und Portmain Primary School auf eine bunte Mischung an Hilfsgüter freuen konnten.
"Irina arbeitet vor Ort ganz eng mit den Lehrern zusammen. Die schreiben genau auf, was welches bedürftige Kind am meisten braucht. Ganz individuell werden dann Pakete gepackt und verteilt. Darüber hinaus werden Waren wie Hygieneartikel eingelagert und bei Bedarf verteilt. Die Wünsche der Kinder sind ganz unterschiedlich: manche brauchen einfach nur dicke Decken, es kann nachts sehr kalt werden, andere eine neue Regenjacke oder auch eine Schuluniform."
Die frischen Waren wie Äpfel sind so berechnet, dass jedes Kind fünf Früchte bekommt. "Yes, wie care" geht äußerst verantwortungsvoll mit den Spendengeldern um, da jeder Cent bei den Kindern landet und Irina und Peter vor Ort darauf achten, dass zum Einen kein Geld verschwendet wird, zum Anderen die Hilfsgüter auch gerecht verteilt werden", unterstreicht Elke Karpinski.

Nach etlichen Kilometern durchs beeindruckende Land kam der Hilfskonvoi gut in Pitseng an. "Alle Menschen am Wegesrand grüßten uns und trotz der großen Einfachheit der Hütten und Häuser wirkten die Menschen zufrieden und oft fröhlich. Nach der Hälfte der Strecke passierte das, was uns zwar schon vorbereitend geschildert worden war, aber was, wenn man es selbst erlebt unbeschreiblich bewegend ist: die ersten Kinder in ihren Uniformen rannten uns entgegen und begrüßten uns winkend, lachend und begleiteten unsere beiden Autos."

Herzlicher Empfang

In der Schule selbst wurden die Gäste auch herzlich und überschwänglich begrüßt. "Wir erlebten einen bewegenden Empfang mit Gebet und Ansprachen und zwei unter die Haut gehenden spirituellen Liedern des stimmgewaltigen Chores. Die Mädchen brachen in Jubel aus, als wir uns die liebevoll gemalten Namensschilder und eine wunderschöne Rosenblüte abholten."
Neben der Verteilung der Hilfspakete wurden auch die persönlichen Geschenke und Briefe an die insgesamt 94 Patenkindern, die über "Yes, we care" vermittelt werden, überreicht. Natürlich stand auch das Treffen mit dem Patenkind des Gospelchors auf dem Programm. Wie alle Kids freute sich auch die 16-jährige Takatso, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen wird, ganz besonders über die mitgebrachten Fotos.

Treffen mit dem Patenkind

"Interessiert schaute sie sich das Album an, in dem neben uns auch einige andere Chormitglieder einen persönlichen Gruß gestaltet hatten. Zunächst war sie noch schüchtern, aber sie taute immer mehr auf und freute sich sehr über das mitgebrachte Musikvideo, aber auch die Fotos, die wir mit ihr zusammen machten und die sie sich sofort anschauen konnte. Auf meine Bitte hin führte sie uns über
das Schulgelände und konnte uns auch die Mädchenunterkunft zeigen."

Nach zwei dicht gefüllten Tagen an der Pitseng-Highschool machten die Helfer aus Heidhausen noch einen Abstecher an den Katsestaudamm und erlebten dort eine wunderschöne Bergwelt. Und so sahen sie auch die Orte, aus denen die meisten Patenkinder stammen, bevor es wieder - mit beeindruckenden Erlebnissen im Gepäck - zurück nach Hause ging.
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