Feuer in einem holzverarbeitenden Betrieb in Schwelm

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Am Donnerstag, 13. Dezember, wurde die Feuerwehr
Schwelm um 10:06 Uhr zu einem "Gebäudebrand" in die Beyenburger Str.
17 alarmiert. Dort brannte ein etwa 300 Quadratmeter großer eingeschossiger
Betriebsbereich, der einerseits unmittelbar an ein mehrgeschossiges
Wohngebäude und andererseits an eine zweigeschossige Lagerhalle
angrenzte. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehkräfte hatte das Feuer bereits
auf die Dachkonstruktion des Betriebsbereiches übergegriffen und
drohte darüber hinaus auf die Nachbargebäude überzugreifen. Aufgrund
des Lagebildes löste die Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises Vollalarm
für die Feuerwehr Schwelm aus.

Der Inhaber des Betriebes konnte sich vor dem Eintreffen der
Feuerwehr in Sicherheit bringen. Er sowie vier Bewohner des
angrenzenden Wohnhauses wurden vor Ort von Feuerwehr und
Rettungsdienst versorgt und im Anschluss mit Verdacht auf eine
Rauchgasintoxikation vorsorglich in umliegende Krankenhäuser
transportiert. Darüber hinaus verletzten sich bei der
Einsatzabwicklung zwei Feuerwehrangehörige leicht und wurden
ebenfalls zur Untersuchung in Krankenhäuser transportiert.

Vor Ort wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufgeteilt und
der Brand mit Hilfe von 4 C-Rohren (davon eines über die Drehleiter),
2 B-Rohren und einem Wasserwerfer von mehreren Trupps unter schwerem
Atemschutz bekämpft und Riegelstellungen zu den angrenzenden Gebäuden
aufgebaut. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte das
Übergreifen des Brandes auf die angrenzenden Gebäude verhindert
werden. Der Brand war um 11:11 Uhr unter Kontrolle. Der
holzverarbeitende Betrieb wurde jedoch vollständig zerstört und die
Dachkonstruktion stürzte ein. Teile des Daches wurden mit einem
Berge-Räumgerät des Technischen Hilfswerkes (THW) angehoben, um
darunter befindliche Glutnester ablöschen zu können. Hier wurde die
Feuerwehr Schwelm durch 6 Kräfte und 2 Fahrzeuge des THW
Ortsverbandes Schwelm unterstützt. Die Nachlöscharbeiten laufen
derzeit noch und der Brandbereich wird mit Hilfe einer
Wärmebildkamera immer wieder auf Glutnester untersucht und diese
abgelöscht.

Um die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten zu versorgen wurde die
Feuerwehr von der Kreisfeuerwehrzentrale des Ennepe-Ruhr-Kreises mit
einem Wechselladerfahrzeug und einem Abrollbehälter Atemschutz
logistisch unterstützt. Von der Feuerwehr Ennepetal wurde eine 2.
Drehleiter angefordert, die aber nur noch in Bereitstellung gehalten
und nicht mehr eingesetzt wurde.

Vor Ort verschafften sich der Bürgermeister Jochen Stobbe, Dezernent
Herr Schweinsberg sowie der zuständige Fachbereichsleiter Herr Guthier
eine Übersicht der Lage und ließen sich von Einsatzleiter
Stadtbrandinspektor Norbert Fichtel informieren.

Die technischen Betriebe unterstützten die Feuerwehr ebenfalls und
streuten den Bereich der Einsatzstelle großräumig mit Streusalz ab,
da sich dort eine glatte Eisschicht gebildet hatte.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 60 Einsatzkräften
und 14 Fahrzeugen vor Ort, während des Einsatzes wurde darüber hinaus
die Feuer- u. Rettungswache mit einem Löschfahrzeug zur
Sicherstellung des Grundschutzes besetzt. Die Feuerwehr Schwelm war
mit ehrenamtlichen Einsatzkräften aller Löschzüge sowie der
hauptamtlichen Wachbesatzung im Einsatz. Bis in die Abendstunden wird
eine Brandwache die Einsatzstelle kontrollieren.

Text: Feuerwehr Schwelm
Fotos: Frank Schneidersmann
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