Haus droht in Gevelsberg einzustürzen - Gaffer stören

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Gevelsberg: Asbecker Straße | Am Samstag, 16. April, wurde die Feuerwehr Gevelsberg um 14.22 Uhr zu einem Gebäude an der Asbecker Straße alarmiert, welches einzustürzen drohte. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war eine starke Wölbung der Giebelwand erkennbar. Das Gebäude wurde umgehend geräumt und weiträumig abgesperrt .Für diese Maßnahme wurde auch die Asbecker Straße beidseitig gesperrt. Zusätzlich wurde von der Einsatzleitung der Feuerwehr ein Baustatiker des THW hinzugezogen, der das um 1870 erbaute Gebäude begutachtete. Es wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Neben den hauptamtlichen Kräften waren die Löschzüge 1 und 3 sowie vom THW die Ortsgruppen Wetter, Witten, Schwelm, Hattingen und Remscheid tätig.
In regelmäßigen Abständen wurden Lagebesprechungen unter Leitung der Feuerwehr einberufen. Seitens des THW wurde über die gesamte Nacht ein Einsatzgerüstsystem installiert, um die komplette Giebelwand sowie die Front des Gebäudes zu stabilisieren. Mittels Spezialgeräten des THW wurden permanent Bewegungen in der Giebelwand kontrolliert. Die Bauordnung der Stadt Gevelsberg, die Technischen Betriebe sowie der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes unterstützten die Arbeit der Feuerwehr. Bürgermeister Claus Jacobi erkundigte sich vor Ort über die Maßnahmen. Die Einsatzkräfte wurden durch Anwohner
freundlicherweise mit warmen Getränken und kleineren Snacks versorgt. Zusätzlich stellte das AWO-Sozialzentrum ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen die Einsatzkräfte Verpflegung aufnehmen und den Sanitärbereich nutzen konnten. Die Feuerwehr Gevelsberg bedankt sich recht herzlich für diese Unterstützung. Probleme ergaben sich unter anderem an der Einsatzstelle durch Verkehrsteilnehmer, die Absperrbaken bei Seite räumten, um zu versuchen durch die Absperrung der Feuerwehr zu fahren und somit die Arbeit der Feuerwehr
behinderten. Um 05.58 Uhr war das Gebäude soweit gesichert, dass die Einheiten des THW die Einsatzstelle verlassen konnten. Der zuständige Einsatzleiter vom Dienst, Rüdiger Kaiser, lobt ausdrücklich die gute und vor allem effektive Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW. Die Verkehrsregelung wurde um 8.30 Uhr durch den Bereitschaftsdienst der Technischen Betriebe Gevelsberg sowie der Firma GVT mit Hilfe einer Ampelanlage einspurig eingerichtet. Danach konnte die Straße durch Polizei und Feuerwehr wieder für den Verkehr freigegeben
werden. Nach fast 19-stündigem Einsatz rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder ein. Am späten Sonntagnachmittag treffen sich erneut Vertreter der Feuerwehr, der Stadt Gevelsberg, der Baufachberater des THW sowie einer Spezialeinheit des THW vor Ort, um Kernlochbohrungen in der Giebelmauer vorzunehmen. Durch diese Bohrungen sollen nähere Erkenntnisse über die innere Wandbeschaffenheit ermittelt werden.

Fotos: Feuerwehr Gevelsberg

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