"Luisa" soll da sein

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Andrea Stolte und Petra Bedow (vorne) wollen Luisa zusammen mit Manja Kokott, Hassan Al-Moola, Nathaniel und Charlotte Stott, Susanna Ahlborn und Ralf Altmann an Ennepe und Ruhr heimisch machen. (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)
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Wo Luisa ist, ist Hilfe für Frauen, die sich in Gaststätten und Diskotheken, bedroht, bedrängt oder belästigt fühlen, nicht weit. Luisa kommt aus Münster, ist aber längst in vielen Städten in Nordrhein-Westfalen bekannt. Jetzt soll sie auch im Ennepe-Ruhr-Kreis heimisch werden.

Interesse an dem Hilfsangebot zeigten bei einer ersten Informationsveranstaltung in Schwelm vier Betriebe. Eingeladen hatten die Frauenberatung EN und der Runde Tisch EN gegen Häusliche Gewalt.
„Die Idee ist ganz einfach und ohne großen Aufwand umsetzbar“, machte Andrea Stolte, Leiterin der Frauenberatung, an die Adresse der Gastromomen deutlich. Wer sich künftig mit der Frage „Ist Luisa hier?“ an das Personal wende, signalisiere damit ebenso deutlich wie diskret, belästigt zu werden und Unterstützung zu benötigen.
Aufgabe sei es dann, der oder auch dem Fragenden ohne großes Aufsehen aus der unangenehmen oder bedrohlichen Situation zu helfen. „Denkbar ist, einen Freund der Frau anzurufen oder ein Taxi zu bestellen“, erläutert Petra Bedow, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung und Geschäftsführerin des Runden Tisches EN gegen Häusliche Gewalt.
Nathaniel Stott (The Shakespear Pub, Herdecke), Hassan Al-Moola (El Gecco, Schwelm), Ralf Altmann (Café Maijer, Schwelm) und Susanna Ahlborn (Wittener Werkstadt) halten Luisa für eine gute Sache. „Wir achten zwar auf unsere Gäste und das Miteinander. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, alle Situationen richtig einzuschätzen. Hier und da ist schon die Frage, ob es sich noch um Akzeptiertes handelt oder bereits Nicht-Gewolltes im Gange ist“, betonten die Gastronomen.
Es sei aber sicher sinnvoll, durch Plakate mit der Aufschrift „Luisa ist hier“ ein deutliches Zeichen zu setzen. Für die einen sei damit klar erkennbar, Belästigen wird hier schnell ein Riegel vorgeschoben. Die anderen können sich sicher sein, im Falle des Falles Zuflucht und Ansprechpartner zu finden.
„Damit alle Mitarbeiter wissen, wie sie reagieren müssen, wird das Personal von uns geschult. Zusätzlich werden Informationen der Beratungsstelle hinterlegt, die im Bedarfsfall an die betroffenen Frauen weitergegeben werden“, kündigte Stolte an. Für sie war die erste Informationsveranstaltung nur ein Auftakt. „Luisa“ soll in den nächsten Wochen und Monaten in allen neun Städten des Kreises bekannter gemacht werden.
Wer an „Luisa“ interessiert ist, kann sich an die Frauenberatungsstelle wenden: Manja Kokott, Tel.: 02336/4759152, Email: Kokott@gesine-intervention.de. Informationen im Internet unter www.luisa-ist-hier.de.
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