Lebendiger Kulturtempel

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Eng verbunden mit dem Werkhof: Die Lenne Rockers verbunden. Hier spielten sie ihre ersten Muggen, hier feiern sie das Jubiläum ihrer ersten LP.

Der Werkhof-Verein hat seit Dezember vergangenen Jahres einen neuen Vorsitzenden. Horst Bach (71) ist zwar kein Kulturexperte, aber dennoch der richtige Mann am richtigen Ort.

Horst Bach war unser Wunschkandidat“, sagt Werkhof-Geschäftsführer Ralph Osthoff und begründet seine Überlegungen damit, dass der Kaufmann den Verein schon seit über vierzig Jahren kennt, in Hohenlimburg verwurzelt und eben Kaufmann ist. Denn, das bestätigt auch der Gelobte: „Ein zukunftsfähiger Kulturtempel braucht, auch kaufmännisches Kalkül und einen kühlen kreativen Kopf, der auf das Ergebnis unter dem Strich schaut.“
Und damit künftig die Zahlen - also die Besucherzahlen und damit die Einnahmen - stimmen, gibt es für den Werkhof -Verein noch eine ganze Menge zu tun.
Kulturchef Volker Schwiddessen bescheinigt Bach eine gute Arbeit. Doch der Vereinsvorsitzende wünscht sich einerseits, die Vereinsarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und andererseits, die Werkhofbesucher noch mehr in die Programmgestaltung einzubeziehen. „Die Bürger sollen das Programm gestalten.
Wir wollen hier was Lebendiges machen“, sagt Bach. Denn wer Wünsche äußert, wird die Geschenke später auch annehmen. Deshalb gab es am vergangenen Donnerstag ein erstes Treffen mit den Vereinsmitgliedern, auf dem die Konzeption des Hauses noch einmal erörtert wurde.
Ein Plus des Hauses sieht Bach in der Kontinuität des Angebotes. Hier gibt es mehr als Konzerte, Events und Kleinkunst. Hier lernen beispielsweise Tanzeleven ihre ersten Schritte und Experten für Gesundheit finden für ihre Kurse ein gut erreichbares Domizil.
„Allerdings sind wir räumlich sehr beschnitten“, spricht Bach das Manko der ehemaligen Schlossbrauerei an. Maximal 200 Besucher im großen Saal oder genauso viele in der Katakombe und den Vorräumen sind definitiv zu wenig bei Konzerten wie von Extrabreit oder den Lenne Rockers. Mehr lassen die Sicherheitsvorgaben der Feuerwehr jedoch nicht zu. „Da wird es noch einmal Gespräche geben müssen“, verspricht der Vereinsvorsitzende und gibt sich zuversichtlich.
Verhandlungsgeschick und Sachverstand bringt Horst Bach als ehemaliger Leiter des Betriebes für Sozialeinrichtungen (BSH) und Geschäftsführer a.D. der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hagen für seine Aufgabe mit. Und so ganz weit entfernt ist Kultur vom neuen Vereinsvorsitzenden ja auch nicht. Ein „fleißiger Kulturkonsument“ ist Horst Bach seit eh und je.
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