AIDS-Hilfe fordert mehr Engagement von Kreisen und Kommunen - Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

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lieber im geschützten Raum
Hagen: AIDS-Hilfe Hagen |

Nehmt euch heute alle mal fünf Minuten Zeit für die Solidarität mit Drogen-Usern.
Heute ist nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher.
In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1032 Menschen an den Folgen von Drogen und einer in weiten Teilen verfehlten Drogenpolitik.
Immer noch gelten Drogenkonsumräume ("Druckräume) für viele als der Untergang des Abendlandes. Der wahre Skandal ist aber, dass Menschen sterben, wo wir das verhindern könnten.

Auch in Hagen war (unter anderem mit viel Unterstützung vom OB Thieser) ein "Druckraum geplant.
Woran liegt es, dass dieser in Hagen immer noch nicht Realität ist und Abhängige immer noch im "im grünen" und in Hauseingängen ihren Druck setzen müssen? Sagt mir nicht, es läge am Geld.

Haben wir uns etwa damit abgefunden, dass in einem Land mit einem hoch entwickelten Drogenhilfesystem, dass auch wenn viele klagen, mit ausreichend Finanzmitteln ausgestattet ist, im Jahr über 1000 Menschen in Parkanlagen, öffentlichen Toiletten, in ihren Privatwohnungen einen einsamen und völlig unnötigen Tod sterben?

Drogenkonsumräume, wie es ihn beispielsweise in Dortmund gibt, sind sicher kein Allheilmittel, aber sie retten nachweislich Menschenleben. So hat eine Erhebung der Deutschen AIDS-Hilfe in Kooperation mit 21 der 24 Drogenkonsumräume für das Jahr 2013 ergeben, dass dort 197 lebensbedrohliche Überdosierungen erkannt und erfolgreich behandelt wurden. Nach Einschätzung der Experten wären diese Menschen in ihrer Wohnung oder im öffentlichen Raum verstorben.
Wir, als AIDS-Hilfe' stehen für ein Miteinander aller Mitglieder unserer Gesellschaft. Drogen gebrauchende Menschen und deren Angehörige gehören unweigerlich dazu. Wir fordern die Verantwortlichen der Politik, der Wohlfahrtsverbände, der Fachverbände, der Kirchen und die kritischen Polizisten auf, diese unerträgliche Situation, die tausendfaches Leid und Verzweiflung in die Familien der Opfer bringt, öffentlich zu machen und zu verändern.
Wir fordern dies auch von Kommunen und Kreisen, als Träger der Drogenhilfeeinrichtungen.
Die Politik der Prohibition hat bisher versagt und wird weiter versagen. Drogenkonsumräume sind kein Dealertum aus Steuergeldern, sondern sind schlicht lebensnotwendig!


Weitere Informationen:


Weitere Informationen:

Standorte und Informationen zu Drogenkonsumräumen in Deutschland:
http://drogenkonsumraum.net/

Drogennotfall und Lebensrettung im Junkiebund-Café:
http://ots.de/ktVRH

Leben retten mit Naloxon:
http://ots.de/xAXXM

Alternativer Drogen- und Suchtbericht - BtMG grundlegend erneuern:
http://ots.de/3BrkT
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1 Kommentar
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Jörg König aus Menden (Sauerland) | 03.08.2016 | 03:19  
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