Es gibt keine einfache Lösung

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Professionelles Qualitätsmanagement wird gefordert

30 leerstehende Ladenlokale zählte die Schar Interessierter auf dem Rundgang durch die Innenstadt, zu dem im Vorfeld der Diskussion am Blauen Tisch am vergangenen Freitag Architekt Georg Thomy eingeladen hatte.

30 leerstende Ladenlokale in einer Stadt, die ehemals sogar Einkausfstipp für Leute aus Hagen und Umgebung war, sind Grund genug, sich Gedanken um eine sterbende Innenstadt und Alternativen zur Wiederbelebung zu machen. Davon abgesehen, dass sich in der Diskussionsrunde jeder klar war, dass etwas passieren müsse, gingen die Meinungen darüber weit auseinander, was genau die Lösung sein könnte.

Innenstadtverkehr oder Verkehrsberuhigung?

Da standen die Vertreter einer verkehrsberuhigten Innenstadt jenen gegenüber, die diese für Autos wieder öffnen wollen, weil die Einkäufer eben gern vor die Geschäfte fahren wollen. Maybritt Engelhard von der Werbegemeinschaft brachte das Problem auf den Punkt: „Wir können und werden unsere Kunden nicht umerziehen.Wenn sie also mit dem Auto vor das Geschäft fahren wollen, dann sollte man es ihnen auch ermöglichen.“ Dort, wo dies möglich sei, zum Beispiel vor dem Bioladen in der Preinstraße, konnte die Inhaberin ihre Umsätze steigern. Damit habe sich der Umzug aus der Innenstadt für die Geschäftsfrau schon gelohnt.

In die Diskussion eingeworfen wurde auch das Problem der öffentlichen Toiletten, die es in der Innenstadt quasi nicht gibt. Dem widersprach Bürgermeister Hermann-Josef Voss mit dem Hinweis, dass die Toiletten im Rathaus öffentlich genutzt werden könnten, freilich müsse man sich dafür den Schlüssel in einem Büro holen. Und das schrecke viele Leute ab, die Toiletten im Rathaus zu nutzen.
Das für das Innenstadtsterben bedrohlichere Problem war jedoch ein anderes: Ein fehlender Ankermieter und im Hohenlimburger Fall, speziell der fehlende Drogieriemarkt.

Angesprochen wurde auch das Problem der Mieten für Ladenlokale, die für Existenzgründer kaum zu tragen seien. In diesem Zusammenhang wurde die Forderung laut, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um Lösungen zu finden, die Interessenten an Ladenlokalen ermöglichen, ihr Geschäft zu erträglichen Bedingungen starten zu können. Da eine solche Arbeit scheinbar nicht von der HAGENAgentur als regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft geleistet wird oder werden kann, die Werbegemeinschaft dies definitiv nicht leisten kann, forderte Maybritt Engelhard ganz konkret den Einsatz eines professionellen Quartiersmanagemntes für die Hohenlimburger Innenstadt.
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