Phoenix fehlt gegen Artland das Durchhaltevermögen

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    Drachen schlagen Feuervögel: Phoenix Hagen war den Artland Dragons am 22.
Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 79:91 (39:41) unterlegen. Vor
3.145 Zuschauern in der ausverkauften ENERVIE Arena enteilten die Gäste
aus Quakenbrück den Hausherren mit einem 17:0-Lauf im letzten Viertel.

Das Personal:

Phoenix Hagen ging ohne Verletzungssorgen in die Partie, sodass Headcoach
Ingo Freyer personell aus dem Vollen schöpfen konnte. Artlands Trainer
Tyron McCoy musste weiterhin auf den seit einigen Wochen verletzten Center
Anthony King (Muskelbündelriss in der Wade) verzichten, für den Kenneth
Frease zurückgeholt worden war.

Der Spielverlauf:

Artlands Lawrence Hill gewann den Sprungball, für die ersten zwei Punkte
der Partie sorgte jedoch Feuervogel Zamal Nixon. Nach Hills verworfenem
Korbleger hatte er sich den Defensiv-Rebound gesichert. Die ersten Minuten
verliefen ausgeglichen. Die Dragons übernahmen nach Brandon Thomas'
Dreier zum 6:7 erstmals die Führung (4.), doch die Feuervögel blieben
dran. Nachdem auch Niklas Geske aus der Distanz getroffen hatte, holte
sich Keith Ramsey die Hagener Führung zum 18:16 zurück (8.). Larry
Gordon legte mit einem beherzten Dunking nach. Phoenix hielt den knappen
Vorsprung, beim Stand von 23:20 endete das erste Viertel.

Der zweite Spielabschnitt begann zunächst mit Ballverlusten und
Fehlwürfen auf beiden Seiten. Erst nach fast zweieinhalb Minuten fiel der
Ball wieder ins Netz, als Andreas Seiferth per Korbleger einlochte (13.).
Die Dragons kamen jetzt besser ins Spiel und übernahmen durch Dunking von
Antonio Graves die Führung zum 25:27 (14.). Phoenix bekam Probleme mit
der Quakenbrücker Zonenverteidigung, sodass Artland einen 9:0-Lauf
starten konnte. Hagens Ramsey hatte eine starke Aktion, als er sich den
Ball eroberte und unbedrängt zum 27:31 (16.) abschloss. Danach
erarbeiteten sich die Dragons den bis dahin höchsten Vorsprung von sieben
Zählern. Wieder ließen sich die Feuervögel nicht abhängen. Mit
cleverem Spiel waren sie mehrfach nah dran am Ausgleich. Durch einen
Dreier von Nixon ging es mit 39:41 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es rasant und punktereich weiter. Larry Gordon
wurde beim Korbleger von Seiferth gefoult und traf den Extra-Freiwurf zum
42:43 (22.). Zamal Nixon besorgte die erste Hagener Führung seit knapp
zehn Minuten (23.). Die währte jedoch nur kurzzeitig. Quakenbrück machte
jetzt stärker Druck und verschaffte sich einen ordentlichen Vorsprung.
Durch einen Dreier von Antonio Graves zum 49:59 wurde die Führung
erstmals zweistellig (26.). Nixon antwortete zwar ebenfalls mit einem
Dreipunktewurf, doch kurz danach traf auch Hill aus der Distanz (27.). Zum
Ende des dritten Viertels gaben die Feuervögel noch einmal richtig Gas.
Mit einem Dreier von Brown zum 61:65 hielten sie den Anschluss und hatten
Pech, dass Artlands Spielmacher David Holston mit der Sirene noch einen
Dreier traf.

Mit einem Korbleger zum 63:68 eröffnete Kapitän David Bell die letzten
Minuten. Defensiv ließ die Hagener Gegenwehr nun aber nach, Quakenbrück
konnte sich immer deutlicher absetzen. Chad Toppert traf per Dreier zum
65:74 (32.). Nach Seiferths Dunking zum 65:81 nahm Phoenix-Headcoach eine
Auszeit (35.). Den 17:0-Lauf der Dragons stoppte Urula Igbavboa erst mit
seinem Wurf zum 67:88 nach über fünf Minuten Hagener Trefferflaute
(37.). In den letzten Minuten gaben sich die Feuervögel trotz des hohen
Rückstands von bis zu 23 Punkten nicht auf. Allein Larry Gordon holte
noch acht Punkte innerhalb von anderthalb Minuten, so schmolz der
Rückstand noch ein ganzes Stück. Mit 79:91 endete die Partie.

Das Fazit:

Lange hielten die Feuervögel gegen die Drachen sehr gut mit, kämpften
sich immer wieder zurück. Erst im vierten Viertel machte Artland den Sieg
mit einem 17:0-Lauf perfekt. Unter den Körben behielten die
Quakenbrücker die Oberhand, gewannen den Rebound mit 44:29. Den
Feuervögeln halfen auch die 18:6 Steals nicht zum Erfolg. Artland
punktete vor allem aus der Distanz stark, traf 11 von 21 Dreiern.
Stärkster Quakenbrücker war der Nationalspieler Andreas Seiferth, der
mit 24 Punkten und acht Rebounds überzeugte. Lawrence Hill kam auf stolze
12 Rebounds. Bei den Hagenern war Spielmacher Zamal Nixon mit 22 Zählern
bester Werfer.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir brauchen immer 100 Prozent, um in der
ersten Liga ein Spiel gewinnen zu können. Wir haben im ersten Viertel
zwar geführt, aber man hatte von außen nicht das Gefühl, dass wir heute
den nötigen Energielevel aufbringen können. Ich mache deshalb keinem
Spieler einen Vorwurf. In der Alltagsroutine kann man das leider nicht
immer abrufen. Allerdings braucht man dann Automatismen, um sich zurück
zu kämpfen. Das haben wir nicht geschafft, darum haben wir verloren. Es
ist uns nicht gelungen, die großen Spieler der Dragons zu bekämpfen,
obwohl wir das normalerweise eigentlich können. Die Artland Dragons haben
große Qualität von der Dreierlinie, doch mit der nötigen Energie
hätten wir heute trotzdem gewinnen können.“

Tyron McCoy (Artland Dragons): „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns.
Wir hatten uns schon in den letzten Wochen verbessert, aber sind nicht
dafür belohnt worden. Heute war das anders. Der Schlüssel war die gute
Verteidigung, insbesondere beim Pick-and-Roll. Außerdem waren wir stark
beim Rebound. Allerdings hatten wir sehr mit Ballverlusten zu kämpfen.
Andreas Seiferth hat heute sein bestes Saisonspiel gemacht. Auch David
Holston, der unter der Woche nicht viel trainieren konnte, hat wichtige
Würfe getroffen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Artland Dragons 79:91 (39:41)

Phoenix Hagen: Nixon (22/2, 4 St.), Gordon (17/2), Ramsey (10, 5 St.),
Igbavboa (10), Bell (9/1, 7 Ass.), Brown (6/2), Geske (5/1), Gregory,
Bleck.

Artland Dragons: Seiferth (24, 8 Reb.), Hill (12/2, 12 Reb.), Holston
(12/3), Graves (8/1, 5 Ass.), Doreth (8/2), Horner (8/1), Frease (8),
Thomas (7/1), Toppert (3/1), McCray (1), Grünheid.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Clemens Fritz, Dr. Christof Madinger, Michael Gutting

Technischer Kommissar: Peter George

Stationen: 8:12 (5.), 23:20 (10.), 25:31 (15.), 39:41 (20.), 47:54 (25.),
61:68 (30.), 65:83 (35.), 79:91 (40.).

---------------------------------
Herausgeber:
Phoenix Hagen GmbH
Funckestraße 38/40
D-58097 Hagen

Leider auch unschöne Szenen nach dem Spiel. Einige Hagener Fans legten sich mit den Artland Dragons Fans an. Die Security griff sofort ein konnte jedoch leider nicht verhindern das erst einmal ein Banner der Gäste Fans entwendet wurde. Der Übeltäter wurde jedoch in der Halle noch festgehalten dass man den Gästen das Banner wieder geben konnte. Die Jahreskarte wurde eingezogen und ein Hausverbot ausgesprochen. Solche Szenen kannte ich bisher nur vom Fußball. Sebst andere Zuschauer versuchten den Täter festzuhalten. Gesichter wurden verpixelt. Auf Wunsch eines Unbeteiligten habe ich ein Bild entfernt.

Das Phoenix Dance Team kam wie zu Karneval üblich verkleidet in die Halle. Auch die Darbietung war vom feinsten.

(Text: Kai-Uwe Hagemann)
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