Phoenix Hagen: Klarer Hagener Sieg in Tübingen

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Phoenix Hagen hat in der Basketball-Bundesliga einen Big Point im Abstiegskampf eingefahren. Nach einer über weite Strecken herausragenden defensiven Leistung siegten die Feuervögel verdient mit 92:69 (33:40) bei den WALTER Tigers Tübingen. Vor 2.970 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena überragten David Bell (28 Punkte) und Larry Gordon (26 Punkte).

Es gelang Phoenix Hagen von Beginn an, das Tempo zu diktieren. Die Gäste verteidigten aggressiv. Mit permanentem Doppeln und Rotieren nahmen sie den Tübingern die Vorteile unter dem Korb und zwangen die Tigers zu Ballverlusten. Problematisch war die Anfangsphase dennoch: Phoenix Hagen belohnte sich offensiv nicht für die gute Verteidigungsleistung. Stattdessen ließ die Mannschaft von Ingo Freyer beste Wurfgelegenheiten aus und blieb zunächst auch aus der Distanz harmlos. Das ermöglichte es Tübingen, die Partie mit erfolgreichen Dreipunktewürfen positiv zu gestalten und mit einem 19:11-Vorsprung in die Viertelpause zu gehen.

Bis zur 13. Minute - Tübingen war bereits auf 23:11 enteilt - dauerte es, das Hagen auch offensiv besser den in den Rhythmus kam. Dino Gregory brachte Phoenix mit vier schnellen Punkten bis auf 23:21 heran (14.). Aus der Distanz ging aber weiterhin gar nichts. Ganz anders war das bei den Tübingern: Vladimir Mihailovic erhöhte auf 29:21 (18.). Es war bereits der sechste Dreier der Gastgeber. Larry Gordon konnte aus der Halbdistanz zum 33:33 ausgleichen, bevor die Hagener Angriffsmaschine wieder ins Stocken geriet. Tübingen ging mit einem 40:33 in die Halbzeit. Während das Perovic-Team sieben seiner 16 Dreipunktewürfe traf, blieben die Feuervögel bei acht Versuchen ohne jeden Erfolg.

Nach dem Wechsel legten die Hagener defensiv noch einmal zu. Mit hohem Aufwand unterbanden sie insbesondere das Tübinger Pick-and-Roll-Spiel und zwangen Ratkovica und Co. so immer wieder zu schlechten Entscheidungen. Offensiv wirkte Phoenix nun wie verwandelt. Dreier von David Bell und Larry Gordon brachten die Gäste auf 41:39 heran. Nach 24 Minuten besorgte Bell per Korbleger zunächst den Ausgleich und im nächsten Angriff sogar die 45:43-Führung. Die Tigers wirkten zunehmend ratlos gegen das intensive Hagener Spiel. Einziger Wermutstropfen: Die Foulbelastung der Leistungsträger Niklas Geske, David Bell, Larry Gordon und Keith Ramsey wuchs bedenklich schnell an. Hagen erzielte im dritten Viertel mit 35 zwei Punkte mehr als in der gesamten erste Hälfte - vor allem, weil Bell und Gordon nun immer wieder sicher vollstreckten. Gordon war es auch, der das dritte Viertel mit einem trockenen Halbdistanzwurf zum 68:59 für Hagen beendete.

Nach einem hektischen Beginn des Schlussabschnitts und dem fünften Foul gegen Keith Ramsey (34.) drohte noch einmal Gefahr für Phoenix. Aber Bell und Gordon hatten jetzt alles im Griff. Phoenix Hagen setzte sich von Minute zu Minute weiter ab. Larry Gordons Dreier zum 78:64 (35.) entschied die Partie endgültig. Danach spielte Phoenix Hagen souverän die Uhr herunter und vergaß dabei trotzdem das Scoren nicht. Der 92:69-Sieg war am Ende ungefährdet.

Das Fazit:


Phoenix Hagen wirkte hervorragend eingestellt und nahm den Tübingern die Vorteile unter den Körben. Mit aggressivem Doppeln zwangen die Gäste die Tigers zu vielen schlechten Entscheidungen. Während Hagen vor der Pause fast schon fahrlässig in der Offensive agierte, spielten sie nach dem Wechsel im Angriff beinahe unterkühlt. Mit David Bell (28 Punkte), Larry Gordon (26) und Dino Gregory (17) bekam Phoenix gleich drei Akteure offensiv blendend ins Laufen. Als die Hagener trafen, geriet das Tübinger Offensivspiel immer weiter ins Stocken. Am Ende feierten die Feuervögel dank einer ganz starken Defensivleistung den höchsten Saisonsieg und sicherten sich auch den direkten Vergleich gegen die Tigers. Kurios: Es war bereits der neunte Auswärtssieg für die Mannschaft von Ingo Freyer. Ein neuer Klubrekord – und bereits jetzt eine gesichert positive Auswärtsbilanz am Ende der Saison.

Die Trainerstimmen:

Igor Perovic: „Das Spiel hat für uns offensiv und defensiv sehr gut begonnen. Doch im Verlauf haben wir immer mehr Fehler gemacht und waren durch unseren vielen Turnovers nicht mehr organisiert genug. Dadurch hat auch die Defensive nachgelassen, während Hagen aggressiver verteidigt hat. Sie haben exzellent in der zweiten Halbzeit gespielt und viel getroffen. Am Ende haben sie verdient gewonnen.“

Ingo Freyer: „Die erste Halbzeit ging für uns sehr schlecht los, wir haben keinen einzigen Dreier getroffen. Eigentlich wollten wir viel scoren, doch Tübingen hat sehr gut und aggressiv verteidigt. Davon haben wir uns aber nicht beeinflussen lassen und die Intensität über das ganze Spiel hochgehalten. Das hat sich am Ende ausgezahlt und uns den Sieg gebracht. Toll finde ich es auch, dass viele unserer Fans die lange Reise auf sich genommen und uns unterstützt haben.“
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