Phoenix Hagen: Mit frischem Selbstvertrauen gegen Bayreuth

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Hagen: Enervie-Arena |

Der 87:85-Sieg in Ludwigsburg am vergangenen Sonntag war Balsam für die Phoenix-Seele. Am 11. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga soll es für die Hagener nun auch endlich mit dem ersten Heimsieg klappen. Sprungball zur Partie gegen medi bayreuth ist am Freitag um 20 Uhr in der Enervie-Arena.

Ein wenig kurios ist das schon. Nach Siegen in Frankfurt, Ulm und Ludwigsburg ist die Auswärtsbilanz von Phoenix Hagen positiv. Bedenkt man noch, dass die Feuervögel beim 79:80 in Weißenfels eine 20-Punkte-Führung herschenkten, dann ist es schon erstaunlich, dass es daheim in fünf Partien noch nicht zu einem Erfolg gereicht hatte. Allerdings waren mit den Bayern, Berlin und Oldenburg auch schon drei absolute Top-Teams an der Volme. Schmerzhaft waren hingegen die knappen Niederlagen gegen Bremerhaven und Braunschweig.

Jetzt kommen die Bayreuther, die ihrerseits auswärts noch sieglos sind. Dabei ist der Kader von Trainer Michael Koch mit großen Namen bestückt. Mit Bryan Bailey, Ronald Burrell und Brandon Bowman gehören drei ungeheuer erfahrene Basketball-Globetrotter zum Aufgebot, die in der Beko BBL bereits für Furore gesorgt haben. Und aus Trier wurde mit Trevon Hughes einer der herausragenden Aufbauspieler der letzten Bundesliga-Saison verpflichtet.

Hughes (15,6 Punkte, 4,6 Rebounds, 3,3 Assists) und Bailey sind zusammen mit Simon Schmitz und dem aus Polen geholten David Brembly, der mit einem deutschen Pass ausgestattet ist, für die kleinen Positionen verantwortlich. Gerne stehen die Oberfranken auch mit drei Spielern aus diesem Quartett auf dem Feld. Die etatmäßigen Flügelspieler Lukas Palyza und Peter Zeis kommen darum etwas weniger zum Einsatz. Bowman (13,2 Punkte, 5,0 Rebounds) und Burrell sind für die Position vier vorgesehen, während sich der starke Rookie Javon McCrea (13,4 Punkte, 5,5 Rebounds) und Phillipp Heyden als Center abwechseln.

Beeindruckt hat der Tabellenelfte aus Bayreuth bislang besonders beim 89:69-Heimsieg gegen Ludwigsburg, der über die gesamten 40 Minuten ungefährdet war. Das ist eher ein hoher Score für die Oberfranken, die kontrolliert spielen und durchschnittlich auf 71,8 Punkte kommen (Hagen: 84,9). „Bayreuth verfügt über eine talentierte Mannschaft mit vielen gestandenen Erstligaspielern, die zuvor bei Klubs auf hohem Niveau aktiv waren“, sagt Hagens Trainer Ingo Freyer. „Offensiv läuft viel über Hughes, der dem Spiel nachhaltig seinen Stempel aufdrückt. Zusammen mit Bryan Bailey bildet er ein sehr starkes Duo.“

Eine Menge tut sich gerade im Hagener Kader. Der Vertrag mit Nikita Khartchenkov wurde aufgelöst. Urule Igbavboa hat sich von seinen Rückproblemen erholt. „Er konnte uns in den letzten zwei, drei Spielen schon wieder eine Menge geben“, so Freyer. Ganz so weit ist Fabian Bleck noch nicht. „Das braucht nach einer Bänderverletzung einfach seine Zeit, bis man wieder in der alten körperlichen Verfassung ist.“ Die Suche nach einem sechsten ausländischen Spieler läuft derweil weiter. „Wir müssen unbedingt einen Spieler finden, der in unser System passt. Wir können unser Spiel nicht auf den Neuen ausrichten. Und der Markt ist vor der Saison und nach Weihnachten sicher viel größer als Ende November“, erklärt Freyer. Die Devise bei der Centersuche heißt dennoch: „Möglichst schnell und möglichst gut.“
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