Phoenix Hagen: Mit Leidenschaft zum Sieg in Ludwigsburg

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Der hohe Einsatz zahlte sich aus: Phoenix Hagen hat das Auswärtsspiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg am 10. Spieltag der Basketball-Bundesliga mit 87:85 (43:52) gewonnen. Vor 3.596 Zuschauern in der MHPArena in Ludwigsburg konnten die Feuervögel nach schwächerem ersten Viertel die folgenden drei Spielabschnitte für sich entscheiden und drehten vor allem in der Schlussphase ordentlich auf.

Die ersten zwei Punkte der Partie sicherte sich Ludwigsburgs John Little. Feuervogel Zamal Nixon antwortete sofort mit einem Dreier (1.). Nach zwei Ludwigsburger Treffern lochte auch Larry Gordon für drei ein (2.). Urule Igbavboa zeigte, dass Phoenix auch aus der Nahdistanz treffen kann (3.), bevor Gordon einen weiteren Dreier zur Hagener 11:10-Führung nachlegte (4.). Nach dieser ausgeglichenen Anfangsphase nahm jedoch erstmal Ludwigsburg das Spiel in die Hand. Gordons Kontrahent Shawn Huff traf ebenfalls für drei (4.). Es folgte ein gelungenes Zusammenspiel zweier ehemaliger NBA-Spieler: Nach Vorarbeit von Coby Karl zeigte Jon Brockman einen sehenswerten Alley-oop zum 15:12 (5.). Nach mehr als zweiminütiger Trefferflaute auf beiden Seiten verwandelten Folarin Campbell, Urule Igbavboa und wieder Campbell jeweils beide Freiwürfe. Campbell baute die Ludwigsburger Führung mit einem Dreier und zwei weiteren Freiwürfen weiter aus. Dank Karl wurde der Vorsprung erstmals zweistellig (9.). Campbell besorgte den 29:16-Endstand des ersten Viertels und hatte damit nach zehn Minuten bereits 13 Punkte auf dem Konto.

Zu Beginn des zweiten Viertels trafen Bell für Hagen und Huff für Ludwigsburg jeweils einen Dreier (12.). Hagen tastete sich jetzt wieder etwas heran. Nach einem Dreier von Adam Waleskowski zum 41:26 (14.) waren die Ludwigsburger erstmal abgemeldet. Der eingewechselte Jonas Grof kam in seinem Pflichtspiel-Debüt für Phoenix Hagen nach 41 Sekunden per Freiwurf zu seinem ersten Punkt in der Beko BBL (15.). Kurz darauf sicherte sich der 18-Jährige auch seine ersten zwei Punkte aus dem Feld, Ramsey verkürzte per Dreier auf 41:34 (16.). Waleskowski traf das erste Mal seit mehr als zweieinhalb Minuten für Ludwigsburg, bevor Grof erneut scorte (17.). Bell erzielte zwischen zwei Treffern von Igbavboa einen Dreier, sodass der Hagener Rückstand nur noch zwei Punkte betrug (19.). Dann drehte Ludwigsburg um sein Ex-NBA-Duo jedoch noch einmal auf. Brockman traf zwei Freiwürfe und einmal aus der Nahdistanz (20.). Mit einem Dreier von Karl zum 52:43 ging es in die Pause.

Das dritte Viertel eröffnete Nixon per Dreier, Gordon legte aus der Nahdistanz nach (22.). Für Ludwigsburg trafen Brockman, Karl und Kerron Johnson, der Liga-Topscorer, der in dieser Partie jedoch weitestgehend blass blieb. Nixon traf zwei weitere Dreier und verkürzte so auf 59:54 (24.). Hagen hatte in dieser Phase mehrmals den Ausgleich fest im Blick. Ramsey traf per Freiwurf zum 59:57 (25.). Point Guard Niklas Geske brachte die Feuervögel mit seinem Dreier zum 63:62 auf einen Punkt heran (27.). Patrick Flomo und Campbell erhöhten wieder für Ludwigsburg (29.). Durch einen Dreier von Todd Brown zum 67:65 verkürzte sich der Hagener Abstand erneut auf zwei Punkte (30.). Johnson traf schließlich kurz vor Ertönen der Sirene noch zum Stand von 69:65, mit dem die letzten zehn Minuten begannen.

Und die hatten es sich: Nachdem zunächst Brockman für Ludwigsburg getroffen hatte, erzielte Nixon einen Dreier. Ramsey legte zwei Punkte nach und verkürzte den Abstand erneut auf nur einen Punkt (32.). Geske holte sich mit seinem Treffer zum 71:72 die erste Hagener Führung seit der Anfangsphase (33.). Den Freiwurf, den es durch das Foul von Campbell oben drauf gab, brachte er auch noch im Netz unter. Anschließend blieb das Spiel so hart umkämpft wie erwartet, die Führungen wechselten hin und her. Waleskowski traf zum 74:73 (35.), Ramsey zum 74:75 und Little per Dreier zum 77:75 (36.). Nach Ausgleich von Brown per Freiwurf lochte Brockman zum 79:77 ein (37.). Ebenfalls mit zwei Freiwürfen glich Bell erneut aus. Mit einem beherzten Dunking zum 79:81 holte Ramsey die Hagener Führung zurück (38.). Nach Foul an Nixon musste Ludwigsburgs Coby Karl mit fünf Fouls vom Feld, wie zuvor auf Hagener Seite bereits Igbavboa. Die beiden Freiwürfe brachte Nixon sicher im Netz unter und erhöhte die Führung so auf vier Punkte (38.). Doch es blieb spannend: Huff brachte Ludwigsburg per Dreier wieder auf einen Punkt heran, Ramsey sicherte mit seinem Treffer zum 82:85 die Hagener Führung (39.). Die baute Brown kurz darauf aus, doch dann war es erneut Huff, der für drei zum 85:87 traf (40.). Hagen spielte den Angriff herunter, schließlich waren noch 18 Sekunden auf der Uhr, der Ball war bei Ludwigsburg. Kurz vor Schluss verlor Huff jedoch den Ball an Brown, der ihn fest in den Händen hielt und mit Ertönen der Sirene jubelnd in die Höhe warf. Den 87:85-Sieg feierten die Feuervögel auf der Tribüne mit den mitgereisten Hagener Fans.

Das Fazit:


Die herausragende Teamleistung von Phoenix Hagen wurde am Ende mit einem Sieg belohnt. Nach einigen Problemen im ersten Viertel ließ sich die Mannschaft auch nach einem 15-Punkte-Rückstand nicht hängen und kämpfte sich zum Erfolg. Zamal Nixon wurde mit 21 Punkten Topscorer der Partie. Keith Ramsey holte sich ein double-double mit zwölf Punkten und starken 13 Rebounds, während Jon Brockman auf Seiten der Ludwigsburger sogar auf 16 Rebounds kam. Die jungen deutschen Spieler, aus deren Reihen Jonas Grof in der Beko BBL debütierte, gaben eindrucksvoll ihre Visitenkarte ab. Am Ende behielten die Feuervögel die Nerven und damit die knappe Führung und sicherten sich so den insgesamt verdienten 87:85-Sieg.

Die Trainerstimmen:

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Gratulation an die Mannschaft aus Hagen. Sie haben sich bravourös zurückgekämpft und trotz Rückstands immer an den Sieg geglaubt. Ich bin heute sehr enttäuscht von unserer Leistung in der Verteidigung, wir waren leider zu unkonzentriert und oft einen Schritt zu spät in der Rotation. Im Angriff waren wir gleichzeitig zu egoistisch mit dem Ball. Unsere Guards müssen verstehen, dass sie ihre Mitspieler auf den großen Positionen besser ins Spiel bringen müssen. Wir haben insgesamt auch zu viel von außen geworfen.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „So wie das Spiel heute gelaufen ist, können wir sehr glücklich darüber sein, dass wir hier einen Sieg einfahren konnten. Wir hatten zu Beginn der Partie ein bisschen Pech, mussten mit Foulproblemen kämpfen und sind nicht wirklich in unseren Rhythmus gekommen. Daraufhin mussten wir einige Dinge ändern und das ist uns, denke ich, auch gut gelungen. Besonders stolz bin ich auf unsere jungen Spieler. Jonas Grof, Niklas Geske und Fabian Bleck haben heute einen super Job gemacht für uns.“
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