Phoenix Hagen verpasst Sensation gegen Bamberg

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  Hagen: Enervie-Arena | Phoenix Hagen hat am Samstagabend ein gutes Spiel gegen den Spitzenreiter aus BAmberg abgeliefert. Jedoch reichte es in den letzten zehn Minuten nicht mehr zur Sensation gegen Bamberg. Das Team von Coach Ingo Freyer verlor am Ende mit 57:70.

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TABELLENFÜHRER BAMBERG ERST IM SCHLUSSVIERTEL ZU STARK
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Phoenix Hagen lieferte den Brose Baskets einen großen Kampf, der letztlich
aber nicht belohnt werden sollte. Zu groß war die Qualität der Bamberger
im Schlussviertel. Vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften ENERVIE Arena
siegten die Oberfranken mit 70:57 (36:31).

Das Personal:

Bei den Brose Baskets gab NBA-Neuzugang Darius Miller sein Debüt. Hagen
startete mit Zamal Nixon, David Bell, Larry Gordon, Keith Ramsey und Dino
Gregory. Bamberg begann mit Bradley Wanamaker, Karsten Tadda, Ryan
Thompson, Elias Harris und Trevor Mbkawe.

Der Spielverlauf:

Phoenix Hagen spielte von Beginn eine aggressive und konzentrierte
Verteidigung. Die Feuervögel machten die eigene Zone eng. Das ließ den
Gästen den einen oder anderen freien Distanzwurf, brachte aber auch
Ballgewinne. Offensiv taten sich die Hagener schwer gegen die körperlich
überlegenen Bamberger. Die wenigen guten Wurfchancen ließen sie zu
häufig aus. Erst Larry Gordon fand den Offensivrhythmus: Zwei Dreier des
Hagener Forwards brachten die 12:10-Führung (7.). Die Gäste dominierten
aber den Rebound weiter klar und gewannen das erste Viertel mit 19:16.

Eine gute Defensive hielt Phoenix Hagen weiter in der Partie. Bamberg hatte
Mühe mit der wechselnden, aggressiven Verteidigung. Ein Dreier von David
Bell zum 23:27 (24.) brachte die Mannschaft von Ingo Freyer auch offensiv
endlich wieder besser ins Spiel. Niklas Geske führte jetzt klug Regie.
Keith Ramsey nutzte dessen Anspiele, um die Partie wieder auszugleichen
(29:29, 18.). Eine schlechte Trefferquote und ein, zwei leichte Fehler
brachten die Hagener in der Schlussphase um ein besseres Halbzeitergebnis
als das 31:36.

Phoenix kam mit großem Engagement aus der Kabine. Der hohe Druck in der
Verteidigung zeigte definitiv Wirkung bei den Brose Baskets. Ballgewinn um
Ballgewinn verzeichneten die Hagener jetzt. Als dann auch noch David Bell
in der Offensive übernahm, begann die stärkste Hagener Phase im Spiel:
Ein 11:0-Run brachte den Feuervögeln die 42:36-Führung. Erst Daniel
Theis brach nach fast sechs Minuten im dritten Abschnitt nach einem
Offensivrebound den oberfränkischen Offensivfluch (42:38). Doch Phoenix
hatte jetzt unbändiges Selbstvertrauen und verteidigte die knappe
Führung. Bamberg profitierte in dieser Phase von Neuzugang Darius Miller,
der sein Team im Spiel hielt.

Mit einem überraschenden 49:47-Vorsprung ging es ins Schlussviertel. Jetzt
zeigten die Bamberger, warum sie das derzeit heißeste Team in der Beko
BBL sind. Janis Strelnieks und Dawan Robinson eröffneten den letzten
Abschnitt mit Dreiern – zwei echte Wirkungstreffer. Hagens Trefferquote
ging derweil wieder deutlich in den Keller – auch, weil die Bamberger
Defense jetzt noch einmal konsequenter wurde. Vier Minuten blieb Phoenix
ohne eigenen Korb. Gleichzeitig gelang es den Bambergern nun auch, eigene
Ballverluste zu vermeiden. Die Baskets hatten alles unter Kontrolle und
siegten souverän mit 70:57.

Das Fazit:

Hagen zeigte defensiv eine seiner besten Saisonleistungen. Damit es für
eine Überraschung reicht, muss aber auch offensiv alles passen. Gegen die
gute Bamberger Transition-Defense kamen die Feuervögel nie zu Fastbreaks.
Gleichzeitig waren die eigenen Wurfquoten (25 % Dreier, 43 % Zweier, 60 %
Freiwürfe) zu wenig für einen Erfolg. So konnten die Bamberger ihre
klare Reboundüberlegenheit (49:27) ausspielen und – nach durchaus
größeren Schwierigkeiten – im Schlussviertel die Kontrolle
übernehmen. Die größere Erfahrung, Tiefe und Qualität des Bamberger
Kaders gaben letztlich den Ausschlag – trotz der 22 Ballverluste.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Bamberg. Wir haben es
geschafft, drei Viertel dran zu bleiben. Es war ein hervorragendes drittes
Viertel, in dem wir sehr aggressiv und intensiv gespielt haben, mit vielen
Emotionen. Im vierten Viertel sind die Bamberger leider weggezogen. Sie
haben viele Dreier getroffen, die sie vorher nicht so konstant getroffen
hatten. Schade, dass wir die Partie nicht über 40 Minuten so ausgeglichen
gestalten konnten. Aber wir können aus diesem Spiel viel mitnehmen und
müssen uns jetzt voll auf Crailsheim konzentrieren.“

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): „Ein sehr schwieriges Spiel für uns.
Es ist hart, in fremder Halle gegen eine so gut eingestellte Mannschaft zu
spielen. Ein wichtiger Sieg für uns, viele andere Teams hätten solche
Spiele verloren. Wir hatten leichte Probleme, aber das einzige, was
zählt, ist dass wir dieses Auswärtsspiel gewonnen haben. Jetzt können
wir uns auf den Russland-Trip konzentrieren.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Brose Baskets 57:70 (31:36)

Phoenix Hagen: Bell (19/5, 7 Reb., 4 Ass.), Brown (10), Gordon (9/2),
Ramsey (8, 7 Reb.), Gregory (7, 4 BS), Nixon (2), Bleck (2), Geske,
Igbavboa.

Brose Baskets: Wanamaker (12/1, 4 St.), Theis (11, 8 Reb.), Mbakwe (9, 14
Reb., 3 BS), Strelnieks (9/1), Robinson (9/2), Harris (7/1), Miller (7/1),
Thompson (6), Tadda, Bagaric.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Moritz Reiter, Konstantin Simonow, Radeesh Kattur

Technischer Kommissar: Walter Schrauzer

Stationen: 6:10 (5.), 16:19 (10.), 25:29 (15.), 31:36 (20.), 42:36 (25.),
49:47 (30.), 51:60 (35.), 57:70 (40.).






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Herausgeber:
Phoenix Hagen GmbH
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