Phoenix startet in Würzburg: „Wir müssen gleich voll da sein“

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140 Tage sind vergangen, seitdem Phoenix Hagen nach denkwürdigen BBL Playoffs im Viertelfinale am späteren Meister Brose Baskets scheiterte. Nun beginnt das Spiel aufs Neue: Für die Feuervögel geht die BBL Saison 2013/2014 am 3. Oktober um 19 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei den s. Oliver Baskets aus Würzburg los.

Verlassen haben die Baskets unter anderem Nationalspieler Alex King, Oliver Clay, Lamont McIntosh und Dwayne Anderson, der seine Karriere beendet hat. Trainer Marcel Schröder musste darum sechs neue Spieler in sein Team einbauen. Mit Power Forward Ruben Spoden (von den WALTER Tigers Tübingen) und Small Forward Sebastian Betz (von ratiopharm ulm) kamen zwei Deutsche mit Erstligaerfahrung nach Würzburg. Aus Bologna kehrte US-Guard Ricky Harris zurück. Neu sind außerdem Aufbauspieler Demond Carter (aus Nymburk/Tschechien) und Flügel Lamont Mack (aus Pesaro/Italien), der in der Vorbereitung allerdings für einige Wochen verletzungsbedingt fehlte. Darum bekam Ersatzmann Jamal Boykin (aus Groningen/Niederlande) kurzfristig einen Zweimonatsvertrag.

Im Team verblieben sind Nationalcenter Chris McNaughton, die Guards John Little und Ben Jacobson sowie Center-Büffel Jason Boone. Auch der in der Vorsaison lange verletzte Shooting Guard Jimmy McKinney spielt weiter für die Unterfranken und ist inzwischen wieder einsatzbereit. Wer richtig mitgezählt hat, der stellt fest: In Würzburg stehen acht US-Amerikaner unter Vertrag! Trainer Schröder muss darum vor jedem Spiel entscheiden, welche beiden Akteure er nicht in sein Aufgebot beruft. „Das ist sicher ein Zeichen der Qualität des Würzburger Kaders - und sicher eine spannende Entscheidung vor jedem Spiel“, sagt Hagens Trainer Ingo Freyer.

Trotz der Verletzungssorgen - neben McKinney und Mack fehlten bzw. fehlen auch Youngster Max Ugrai (Handbruch) und Maximilian Kleber (Fußbruch) – haben die s. Oliver Baskets eine prima Vorbereitung mit vielen Spielen gegen erstklassige Gegner hingelegt. „Unser vorrangiges Ziel ist es, möglichst verletzungsfrei zu bleiben. Wir peilen einen guten Mittelfeldplatz an und wollen, wenn alles optimal läuft, auch wieder um die Playoff-Plätze mitspielen“, sagt Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler.

Ingo Freyer sieht seine Mannschaft am Donnerstag darum auch nicht in der Favoritenrolle: „Würzburg hat einen tiefen, namhaft besetzen Kader und ist ein Playoff-Kandidat. In Würzburg zu spielen war schon immer schwierig. Wir haben dort noch nie gewonnen.“ Vor allem dem Spielbeginn misst Freyer eine Menge Bedeutung bei: „Wir müssen gleich voll da sein, zumal es die ersten Minuten der gesamten Saison sind. Würzburg wird sehr aggressiv spielen und viel Druck machen. Sie haben zudem in diesem Jahr mehr gute Schützen, spielen aber auch viel über ihre Center.“

Die Hagener hoffen darauf, in der s. Oliver Arena in Bestbesetzung auflaufen zu können. Henry Dugat ist nach einer Fußverletzung wieder fit (Freyer: „Er ist vielleicht bei 75 Prozent“); Nikita Khartchenkov zog sich beim Test gegen Excelsior Brüssel (93:69) einen Pferdekuss zu. „Er hat schon ganz schön was abgekommen. Ich rechne aber in Würzburg mit ihm“, so Freyer, der sich nach der langen Vorbereitung auf das erste Spiel freut: „Endlich geht’s wieder los!“
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