Spitzenreiter Berlin am Sonntag in Hagen

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Hagen: Enervie-Arena |

Mit Alba Berlin erwartet Phoenix Hagen am 9. Spieltag der Basketball-Bundesliga den noch ungeschlagenen Spitzenreiter. Sprungball in der Enervie-Arena ist am Sonntag, 16. November, um 17 Uhr.

„Berlin ist die Mannschaft, auf die derzeit alle schauen. Ganz besonders nach dem Sieg gegen die Bayern. Sie sind in der Liga noch ungeschlagen und spielen smarten, intelligenten Basketball“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. ALBA setzt auf sieben Ausländer, von denen sechs in der BBL gleichzeitig zum Einsatz kommen dürfen. Meist blieb Guard Vojdan Stojanovic draußen, der zuletzt unter einer Knieprellung litt. Seit Saisonbeginn verzichten müssen die Berliner auf Point Guard Jonathan Tabu (Sehnenabriss) und auf Center Martin Seiferth (Handbruch). Auch Alex King (Bänderdehnung) war zuletzt angeschlagen.

Alba Berlin verfügt auf den kleinen Positionen über gleichermaßen herausragende wie unterschiedliche Spielertypen. Clifford Hammonds ist nicht nur ein starker Verteidiger, sondern in Abwesenheit von Tabu auch Chef im Ring. Wie Alex Renfroe (ehemals Bamberg) zieht Hammonds immer wieder dynamisch zum Korb. Neben Stojanovic steht mit Nationalspieler Niels Giffey, der mit der University of Connecticut zwei NCAA-Titel gewinnen konnte, ein zweiter Distanzwerfer als Shooting Guard zur Verfügung, der sich bestens in Berlin eingelebt hat. Akeem Vargas definiert sich vor allem über seine hingebungsvolle Verteidigung, mit der er sich inzwischen ebenfalls einen Platz im Nationalteam gesichert hat.

Die kleine Flügelposition teilen sich Allrounder Reggie Redding (12,3 Punkte, 3,7 Rebounds, 3,3 Assists) und Alex King. Unter den Körben setzt Trainer Sasa Obradovic auf ein Quartett. Jamel McLean (14,7 Punkte, 7,0 Rebounds) kam aus Bonn und erwies sich als absoluter Volltreffer. „Er ist ein herausragender Athlet“, weiß Ingo Freyer. Marko Banic, der von Estudiantes Madrid nach Berlin wechselte, Leon Radosevic und Jonas Wohlfarth-Bottermann komplettieren die Center-Riege.

Für Alba Berlin ist Hagen die Mittelstation einer harten Auswärtstour. Am Freitag geht es in der Euroleague zu Cedevita Zagreb, am kommenden Donnerstag im selben Wettbewerb dann zum ZSKA Moskau. Dabei steht viel für die Albatrosse auf dem Spiel: Die ersten drei Euroleague-Partien der Gruppenphase gingen verloren, bevor das wichtige 89:66 gegen Limoges die Tür zur nächsten Runde wieder öffnete. Dass die Berliner dazu bereit sind, zeigten sie auch am letzten Wochenende, als sie in der o2 World mit 83:80 gegen den FC Bayern München die Oberhand behielten.

Das alles sind freilich Sphären, von denen Phoenix Hagen weit entfernt ist. Beim umkämpften 82:91 gegen Braunschweig wurde Ingo Freyer einmal mehr deutlich: „Es muss alles passen, damit wir trotz unserer körperlichen Unterlegenheit und unserer dünnen Spielerdecke Siege einfahren können, so wie etwa in Ulm.“ Gegen einen Gegner wie Berlin wird es darum doppelt schwer: „Das ist eine sehr komplette Mannschaft auf internationalem Niveau. Berlin spielt viel über die Center, trifft aber auch die freien Würfe von außen extrem hochprozentig. Alle Spieler haben ihre Rolle gefunden.“

Eine gute Nachricht gibt es immerhin aus dem Lazarett. Center Urule Igbavboa kann wieder normal am Trainingsbetrieb teilnehmen. Fabian Bleck (Bänderriss) absolviert inzwischen Lauf- und Schusstraining. „Allerdings könnte das Berlin-Spiel noch etwas früh für ihn kommen“, so Freyer, der aufgrund des Sonntagstermin diesmal auch auf die Doppellizenz-Spieler Jonas Grof und Marcel Keßen zurückgreifen kann.
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